Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr für Jugendliche mit Behinderung

Eine private Initiative von Eltern startete eine Bürgerinitiative!

Schulgebäude von außen
BilderBox.com

Jugendlichen mit Behinderung wird häufig der Besuch eines 11. und 12. Schuljahres untersagt. Jugendliche mit einem sonderpädagogischen Bedarf dürfen dann nur 10 Jahre die Schule besuchen, obwohl sie oft mehr Zeit bräuchten, um den gelernten Schulstoff zu verarbeiten und zu vertiefen.

Dies wird im § 32 (1), (2) und (2a) Schulunterrichtsgesetz geregelt. Um in das 11. und 12. Schuljahr aufzusteigen und sich weiterzubilden wird eine Genehmigung der Schulbehörde benötigt. Laut integration wien werden weitere Schuljahre von der Schulbehörde nicht genehmigt. 

Dies entspricht nicht der UN-Behindertenrechtskonvention, zu der sich Österreich 2008 verpflichtet hat. Aus diesem Grund ruft eine private Initiative von Eltern zu einer Unterschriftenaktion auf.

Bis zum 18. November 2022 werden mindestens 500 Unterschriften benötigt

Eine Forderung der integration wien lautet:

Es müssen generell gesetzliche Grundlagen des gemeinsamen Unterrichts für ALLE Jugendlichen in der Sekundarstufe II in Berufsbildenden Mittleren Schulen, Berufsbildenden Höheren Schulen, Fachschulen und Oberstufen von Allgemeinbildenden Höheren Schulen geschaffen werden.

Bitte unterstützen auch Sie mit Ihrer Unterschrift!

Adressen zum Rücksenden (oder Abgeben) der Unterschriftenliste:

Familie
Claudia Mühlbacher
Jesuitensteig 24a
1230 Wien

Frau
Karin Riebenbauer
Messerschmidtgasse 48/9
1180 Wien

Frau Riebenbauer kann Listen in Wien auch abholen! Tel: 0699/14200342

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22 Kommentare

  • Guten Tag,

    Wir haben leider erst kürzlich von der Initiative erfahren. Gibt es eine Möglichkeit, jetzt noch Unterschriftenlisten zu schicken?
    Wie geht es mir der Initiative weiter, wurden genug Unterschriften gesammelt?

    Vielen Dank für die Infos und alles Gute aus Wien,
    Jakob

  • Wenn man ein freiwilliges 11 schuljahr geht muss man 1 jahr länger arbeiten?

  • Guten Tag, gibt es die Möglichkeit für das „Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr für Jugendliche mit Behinderung“ auch online mitzumachen?
    Liebe Grüße

  • Vielen herzlichen Dank für diese sehr wichtige Initiative. Recht muss sich vom Gutdünken von Politiker:innen absetzen. Aus meinem kleineren Umkreis gibt es mehrere Seiten an Unterschriften aus Traiskirchen. Diese werden jetzt gleich bei euch abgeliefert. Unterschriftslisten über Sabrina D. aus Traiskirchen sollten auch bereits bei euch gelandet sein. Nochmals vielen herzlichen Dank für die viele Arbeit, die war und die noch kommt!

  • Ich habe leider gestern erst von der Bürgerinitiative erfahren. Kann man sie nach dem 18.11. auch noch unterschreiben?

  • …es geht uns alle an! Danke für die Initiative! lgveronika

  • Österreich hat sich verpflichtet, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und damit das Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr für Jugendliche mit Behinderung

  • Als psychiatrische Krankenschwester unterstütze ich diese Forderung voll und ganz.

  • Menschen mit Behinderungen profitieren am Arbeitsmarkt überproportional von einer guten Ausbildung. Als langjähriger Arbeitsassistent für Menschen mit Behinderungen habe ich diese Erfahrung in der Praxis gemacht.

  • Ich finde den Vorschlag sehr gut.

    • Als Pflegemutter von mehreren beeinträchtigen Kindern befürworte ich diese Aktion voll und ganz.

  • Bitte unterstützen Sie die Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Diese Kinder verdienen ein stabiler und glückliche Leben. Danke 💖

  • Ich unterstütze das Anliegen.

  • Das wäre eine sehr sinnvolle Maßnahme

  • Danke für die Initiative.

  • Bitte

  • Dieses menschenverachtende, marode Bildungssystem für beeinträchtige und behinderte Menschen sollte seit 2008 geändert werden. Statt professionelle schulische Begleitung von beeinträchtigen und behinderten Menschen zermürbt das Bildungssystem die Lehrerschaft und nimmt die Zukunftschancen von beeinträchtigen und behinderten Menschen weg. Das bestehende Bildungssystem nimmt keine Rücksicht auf beeinträchtige und behinderte Menschen, spart das Geld für die Förderung der Millionäre weg und begnügt sich, wenn beeinträchtige und behinderte Menschen in Tagesstrukturen enden anstatt ihnen längere Bildung zu gewähren um sie in die Arbeitsmarkt integrieren zu können. Die Diskriminierung, die Folgekosten der Arbeitsunfähigkeit sind für die Politiker egal.

  • Ein 11. und 12. Schuljahr soll aber auch sinnvoll genützt werden, z. B. Nachholen eines Hauptschulabschlusses, soweit das möglich und zumutbar ist sowie auch verschiedene Therapien, welche individuell abgestimmt ist.

  • Danke für diese wichtige Initiative!

  • Eine ganz wichtige Initiative, danke dafür!
    Neben regulären Schulen könnten auch Institutionen der Erwachsenenbildung sensibilisiert werden, sich stärker um alle Menschen und einen inklusiven Ansatz ihrer Einrichtungen zu bemühen und aktiv auf Vereine, die Expertise haben, zuzugehen.