Recht auf Persönliche Assistenz gefordert

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zum Freedom Drive wurde am 14. September 2009 in Straßburg zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen mit Persönlicher Assistenz das Recht auf eine adäquate Persönliche Assistenz gefordert.

ENIL
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Die UN-Behindertenrechtskonvention gäbe hierfür einen guten Rahmen, der nun genutzt werden müsse.

Bereits am 14. September 2009, beim Auftakt der Aktivitäten zum diesjährigen Freedom Drive von ENIL, dem europäischen Netzwerk für selbstbestimmes Leben, war das Jugendzentrum in Straßburg schon übefüllt. Gut 200 Menschen quetschten sich im Tagungsraum des Jugendzentrums zusammen und setzten sich für das Recht auf Persönliche Assistenz ein.

Für 16. September 2009 werden über 400 Demonstranten mit Behinderungen erwartet, die zum Europäischen Parlament ziehen und eine Reform der Behindertenpolitik fordern werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten an ihrem eigenen Beispiel, was alles mit Persönlicher Assistenz möglich ist und machten deutlich, dass dies in den verschiedenen europäischen Ländern ein Topthema ist.

Denn ohne Persönliche Assistenz ist meist ein Leben außerhalb von Behinderteneinrichtungen nicht möglich. Und genau dies könne nicht mehr sein. Was in Schweden per Gesetz bereits 1994 gelungen sei, nämlich, dass die traditionellen Behindertenheime abgeschafft und ein Recht auf Persönliche Assistenz im Gesetz verankert wurde, müsse europäischer Standard werden, betonten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung.

Ein besonderer Fokus lag auf der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Diese bringe klar zum Ausdruck, dass Persönliche Assistenz kein Luxus, sondern ein Menschenrecht sei. Und genau dafür wollen die Freedom Driver am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament demonstrieren. Bis dahin finden noch viele weitere Aktionen und Gespräche mit den Abgeordneten der einzelnen Länder statt.

Auch aus Deutschland ist dieses Jahr wieder eine starke Delegation vertreten. Der Verbund behinderter Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus München ist beispielsweise mit einem Reisebus angereist.

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