REHA-Druck – Ausbildung für behinderte Menschen

Der Reha-Druck ist Teil der gemeinnützigen Reha-Dienstleistungs- und Handels-GmbH.

Reha Druck
Reha Druck

Gegründet wurde diese GmbH vor 16 Jahren – im Jahr 1984 – von zwei steirischen Behindertenvereinen, dem Verein „1% für behinderte Kinder und Jugendliche“ und der „Steirischen Vereinigung zugunsten behinderter Kinder und Jugendlicher“. Das Ziel war, behinderten Menschen aus dem Haus zur Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher (Hirtenkloster) in unterschiedlichen Produktionsbereichen eine Berufsausbildung und Beschäftigung in Werkstätten zu bieten. Bisher ist der Reha-Druck die einzige Werkstätte der GmbH.

Das Ziel hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Wir sind eine Druckerei in der nichtbehinderte und behinderte Menschen zusammenarbeiten, um behinderte junge Menschen auszubilden und Drucksorten zu produzieren

Der Reha-Druck versteht sich als besonderes Projekt, was die Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen betrifft. Reha-Druck bietet Ausbildung in den Lehrberufen DruckvorstufentechnikerIn und FlachdruckerIn an und beschäftigt zum überwiegenden Teil Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen.

Derzeit sind im Reha-Druck 15 MitarbeiterInnen beschäftigt, wovon 11 MitarbeiterInnen einen „Grad der Behinderung“ von 50% oder mehr zuerkannt bekamen, oder nach dem Steiermärkischen Behindertengesetz als „behindert“ anerkannt sind. In einer Lehrausbildung – cofinanziert über ein ESF-Ausbildungsprojekt – befinden sich sechs Personen. Der Frauenanteil in der Druckerei beträgt 60%, das Alter der MitarbeiterInnen liegt zwischen 17 und 46 Jahren. Die Entlohnung erfolgt nach dem Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe.

Die Formen der Einschränkungen der beschäftigten Personen sind vielfältig. Wir können sozusagen von jeder Behinderungsart etwas bieten. Es ist für uns uninteressant, welche Diagnose die MitarbeiterInnen in diversen Befunden stehen haben. Egal ob jemand rollt, hinkt, nichts hört, langsamer oder weniger denkt, es spielt nicht die überragende Rolle. Nicht das Defizit der MitarbeiterInnen ist wichtig sondern ihr Können. Alle MitarbeiterInnen der Druckerei bringen 100 % ihrer Leistung und haben daher Anspruch auf 100 % Bezahlung.

Natürlich ist Reha-Druck nicht das alle-glücklich-machende Projekt, wie es nun scheinen mag. Wir unterliegen einem harten Zwang, was die beiden Geschäftsfelder, das soziale Geschäftsfeld und das Geschäftsfeld Produktion betrifft. Unser oberstes Gebot ist Leistung und damit verbunden die Produktion, damit wir unser schlecht dotiertes soziales Geschäftsfeld finanziell unterstützen können.

Unser Planbudget für 2000 beträgt zirka 11 Millionen. Trotz eines Eigenerwirtschaftungsanteiles von 85% ist unsere Existenz Jahr für Jahr gefährdet. Die jährliche Steigerung der Produktivität wird fast zur Gänze von sinkenden personenbezogenen Zuschüssen und der Zusatzleistung für unser soziales Geschäftsfeld aufgefressen.

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