Reiz lehnt Gutscheine ab

Es gibt Neuigkeiten aus Vorarlberg, erzählte Sabrina Nitz von Reiz - Selbstbestimmt Leben Vorarlberg, doch stellte sie in ihrem Vortrag infrage, ob diese so erfreulich sind.

Sabrina Nitz
BIZEPS/Eva Kosinar

Seit Jänner 2009 gibt es ein Gutscheinsystem zur „Familienentlastung“ und seit kurzem sind diese Gutscheine auch bei der VAG – der Vorarlberger Assistenzgemeinschaft – von Reiz einlösbar.

Die Gutscheine erhalten die Betroffenen vom Land Vorarlberg und können diese nur bei Dienstleistungsorganisatioen einlösen. Das Land Vorarlberg möchte das Gutscheinmodell zur Finanzierung der Persönlichen Assistenz ausweiten, berichtet Nitz beim BIZEPS-Kongress zum Thema Persönliche Assistenz am 22. April 2010 in Wien.

„Seit März diesen Jahres sind wir mit dem Land Vorarlberg in Ausarbeitung eines Konzeptes für die Persönliche Assistenz“, informierte sie. Das Projekt läuft unter dem Titel: „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – Entwickeln eines Entwurfs für ein Umsetzungskonzept zur Persönlichen Assistenz“

Ziel: Bundeseinheitliche Assistenzregelung

„Unsere Forderung und Ziel ist auch weiterhin ein Persönliches Budget“, hielt Nitz fest und erklärte: „Es muss ein jeder Mensch mit Behinderung genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um die Persönliche Assistenz bezahlen zu können.“

Reiz setzt sich daher „sehr stark für eine bundeseinheitliche Assistenzregelung ein, damit nicht jedes Bundesland unterschiedliche Regelungen hat“, stellte sie klar.

Reiz lehnt Gutscheine ab
SprecherIn: Sabrina Nitz
Audioquelle: BIZEPS

Wir als Selbstbestimmt-Leben-Bewegung stehen dem Konzept des Gutschein-Modells für die Finanzierung der Persönlichen Assistenz sehr skeptisch gegenüber und lehnen die Gutscheine ganz klar ab.

Denn Menschen mit Behinderungen müssen Geldleistungen erhalten und keine Sachleistungen. Denn nur dann können die fünf wichtigen Kompetenzen, die wir heute alle schon gehört haben, der Persönlichen Assistenz auch wirklich wahrgenommen werden.

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