Rollstuhlfahrer in Bochum Mitfahrt verweigert

Kevin Kenter will kurz vor Mitternacht mit dem letzten Bus der Linie 353 vom Hauptbahnhof in Bochum in Richtung Blankensteiner Straße fahren. Der Busfahrer verweigert den Elektrorollstuhlbenutzer die Mitfahrt.

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Die Folge: Kevin Kenter muss mit seinem Elektrrollstuhl „die fünf Kilometer lange Strecke bei Minustemperaturen auf vereisten Bürgersteigen alleine bewältigen“, ist einem Artikel des Online-Portals DerWesten zu entnehmen.

Das verantwortliche Verkehrsunternehmen Bogestra sieht „sich außer Stande, eine Stellungnahme zu dem Fall abzugeben. Der betreffende Fahrer habe in dieser Woche mehrere freie Tage, man müsse zunächst seine Rückkehr abwarten, um ihn zu befragen.“

Laut DerWesten überlegt Kevin Kenter nun, rechtliche Schritte gegen die Bogestra einzuleiten.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Jahr 2007 in Wien. Die Wiener Linien hatten einem Rollstuhlfahrer die Mitnahme verweigert, wurden anschließend von einem Gericht wegen Behindertendiskriminierung verurteilt und mussten Schadenersatz bezahlen.

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