Rossmann: Vollwertiges Lehramtszeugnis für körper- und sinnesbehinderte Menschen

Langjährige freiheitliche Forderung soll umgesetzt werden

Mares Rossmann
BMWA

Im Zuge des heute stattfindenden Unterrichtsauschusses brachte die freiheitliche Bildungssprecherin Mares Rossmann einen Entschließungsantrag ein, mit dem in Zukunft an der PädAk ein vollwertiges Lehramtszeugnis für körper- und sinnesbehinderte Menschen ermöglicht werden soll.

„Hier soll eine langjährige freiheitliche Forderung umgesetzt werden, die auch eine Gleichstellung angehender Pflichtschullehrer mit ihren Kollegen an anderen Schulen mit sich bringt“, so Rossmann.

Auf Grund der neuen Regelung können nun körper- und sinnesbehinderte Menschen, aber auch Studierende an einer PädAk, die während ihrer Ausbildung verunfallen, ihr Studium mit einem Lehramtsdiplom beenden. „Die erworbenen Unterrichtsberechtigungen sollen in einem Anhang zum Diplomzeugnis festgehalten werden“ erläuterte Rossmann.

Außerdem wird auch die Anhebung des Höchstalters für die Zulassung zum Unterrichtspraktikum auf 45 Jahre gefordert. „Hier wird den geänderten Lebensbedingungen Rechnung getragen und den Menschen eine flexiblere Lebens- beziehungsweise Berufsplanung ermöglicht“, zeigt sich Rossmann erfreut. Gerade Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern komme diese Regelung sehr entgegen, da die Zulassung zum Unterrichtspraktikum nun auch bis 45 Jahre möglich sei.

Ein weiterer von Rossmann eingebrachter Entschließungsantrag enthält die Forderung nach einer Stärkung des lebensbegleitenden Lernens durch eine ausreichende Förderung der „allgemeinen Erwachsenenbildung“, unter anderem durch Berücksichtigung im Bildungsplan 2010.

Erfreut zeigt sich Rossmann auch über die Forderung nach Aufwertung der Pflichtschullehrer durch die Möglichkeit der Verleihung des Diplomgrades „Diplompädagoge“. Hier werde vorgeschlagen, dass Lehrerinnen und Lehrer mit einer sechssemestrigen oder gleichwertigen Lehramtausbildung den Berufstitel „Diplompädagoge“ beantragen können. „Damit sollen die Leistungen von Lehrerinnen und Lehrern eine verstärkte Anerkennung finden“, so Rossmann abschließend.

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