Sachsen behindert behinderte Kinder

Von den 23.000 Kindern mit besonderem Förderbedarf in Sachsen würden nur 18 Prozent an Regelschulen unterrichtet, teilte das Kultusministerium des Landes der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse" mit.

Plakat Eine Schule für Alle
mittendrin e.V.

Der bundesweite Anteil liegt bei 24 Prozent. Kein anderes Bundesland stehe beim gemeinsamen Lernen so in Opposition zur UN-Behindertenrechtskonvention wie Sachsen, kritisiert der Leiter der Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Konvention, Valentin Aichele.

Die allgemeinbildenden Schulen in Sachsen bieten behinderten Kindern zu wenige Bildungsmöglichkeiten, weiß Sachsens Behindertenbeauftragter Stephan Pöhler. Zwar sei rechtlich garantiert, dass behinderte Kinder auf einer Regelschule unterrichtet werden könnten, dieses Recht müssten die Eltern jedoch einklagen. Die Schulen seien nicht generell offen für solche Kinder. Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU) „Ein generelles Angebot barrierefreier schulischer Integration ist nicht möglich.“

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