Sachwalterschaften werden stark kritisiert

Sachwalterschaft komme in Österreich einer Entmündigung gleich, kritisiert am 17. Oktober 2012 Pro Mente (Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit) bei einer Pressekonferenz.

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Betroffene würden von Anwälten oft unzureichend beraten, da diese z. B. mit der Situation überlastet seien, berichtet der ORF.

Psychisch kranke Menschen erzählen von vielen Problemen mit ihren Sachwaltern, sagt Georg Psota – Obmann von Pro Mente Wien.

So kümmern diese sich zum Teil um Dinge, die nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen (z.B. Vermögensverwaltung) oder aber sind nicht erreichbar, wenn man sie benötigt.

Es kommt auch vor, dass Menschen nicht versichert oder wichtige Termine verabsäumt werden (z.B. Anmeldung des Stromes), was z.B. zum Wohnungsverlust führen kann.

Weiters erfährt man im ORF-Bericht: „Viele Anwälte und Notare betreuen hunderte Betroffene, kennen sich aber in sozialen Angelegenheiten nur schlecht aus, kritisiert Peter Schlaffer vom Verein Vertretungsnetz.“

Weiters sei es nicht immer notwendig – so Psota – einen Sachwalter für alle Bereiche des Lebens und für lange Dauer einzustellen.

Experten fordern eine Erleichterung der Beendigung einer Sachwalterschaft sowie die Einrichtung einer Beschwerdestelle. Mehr als 55.000 Menschen befinden sich momentan in einer Sachwalterschaft und die Zahl steigt stetig.

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0 Kommentare

  • Ein Zeichen, wie „Entmündigung“ nach wie vor die Hirne der Menschen durchspukt, ist es, wenn ein Besachwalteter nicht einmal mehr sein eigenes Fahrrad reparieren lassen darf, weil die Werkstätte Leistungen direkt an Besachwaltete schnurz verweigern tut.
    Schlimmer sind jedoch die S o l l b r u c h s t e l l e n in der österleichischen Judikatur, wo es erlaubt ist Jugendliche und Menschen mit psychischer Behinderung schlicht zu „legen“, dh sie „der allgemeinen Regel zuwider“ höchstgerichtlich abgesegnet berauben zu dürfen.

    OGH 8 ObA 223/95