Salzburg: Für Behinderte?

Protest gegen die Bestellung der der nichtbehinderten Sonderschullehrerin Alexandra Piringer zur neuen Behindertenbeauftragten

Alexandra Piriniger
Piriniger, Alexandera

„Auf Grund dieser Entscheidung müssen wir annehmen, daß der Stadtsenat von Salzburg Menschen mit Behinderung nicht für kompetent hält, ihre eigenen Interessen zu vertreten, und auch nicht gewillt ist, dies für die Zukunft zu ermöglichen“ so protestierten ÖZIV-Salzburg, MOHI Salzburg und die Selbstbestimmt Leben Initiative Salzburg gegen die Bestellung der nichtbehinderten Sonderschullehrerin Alexandra Piringer zur neuen Behindertenbeauftragten der Stadt Salzburg, mit 1. Mai 1997.

Auch der Sozial-Stadtrat Josef Huber (SPÖ) hat Bedenken: Persönliche Betroffenheit sei die Voraussetzung für optimale Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen, formulierte er in den Salzburger Nachrichten vom 1. März 1997.

Obwohl Piringer nicht behindert ist, habe sie sich als tatkräftige Sonderpädagogin für die Stelle qualifiziert, sind sich jedenfalls ÖVP, FPÖ und Bürgerliste einig.

Die behinderten Menschen der erwähnten Organisationen sehen das, auf Grund des Umstandes, daß „in der Endausscheidung zwei geeignete Personen mit Behinderung zur Wahl standen“ anders und sind der Meinung, daß die Bestellung einer nichtbehinderten Behindertenbeauftragten kein „Zeichen des fortschrittlichen Denkens im Sinne einer Anti-Diskriminierung von Menschen mit Behinderung“ darstellt.

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