Salzburg: Streit um Kinoausstattung

Das Salzburger Filmkulturzentrum "Das Kino" hat eine spezielle Anlage für Schwerhörige angeschafft um ein einmaliges Service zu bieten. Die Betroffenen sind empört.

Hörgeräte
Siemens-Pressebild

„Gut gemeint ist das Gegenteil von gut“ lautet ein Sprichwort, dass auf den nun tobenden Streit zwischen Schwerhörigen-Vertretern und dem Salzburger Filmkulturzentrum „Das Kino“ punktgenau zutrifft.

Das Filmkulturzentrum hat eine spezielle Anlage, die erste in ganz Europa, angeschafft, die mit Frequency Modulation Technik arbeitet und so die Akustik – wie beim Radio – an speziell ausgestattete Hörgeräte sendet.

Die Sache hat nur einen Haken. Hörgeräte müssen mit Kosten von bis zu 600 Euro pro Ohr nachgerüstet werden. Aus diesem Grund regt sich auch massiver Widerstand seitens der Betroffenen. Es wird kritisiert, dass diese neue Technik eine „Insellösung“ darstellt.

„Die Anschaffung der notwendigen Empfänger ist sehr teuer und kann von einem Großteil der Schwerhörigen auch in naher Zukunft nicht finanziert werden“ stellt Hans Neuhold, Präsident des Österreichischen Schwerhörigenbundes, fest.

Es sollten stattdessen mehr Kinos mit induktiver Höranlage ausgestattet werden, fordert er. Eine Liste von Veranstaltungsorten mit induktiven Höranlagen in Österreich ist beim Österreichischen Schwerhörigenbund abrufbar.

„Wieder einmal wurde in dieser Sache über unsere Köpfe hinweg entschieden und da geht es nur den Firmen ums Geschäft“, zeigt sich ein Betroffener verärgert.

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