Arbeitsmarkt: Ausgleichstaxfonds langfristig absichern
Am 2. März 2026 lud der Österreichische Behindertenrat in den Presseclub Concordia, um die aktuelle Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderungen …
Entweder Ausgleichstaxfonds reformieren oder für ausreichende Finanzierung sorgen
„Der ATF ist das Rückgrat der beruflichen Inklusion. Wenn er finanziell ausblutet, fallen Projekte, Unterstützung und Jobchancen für Menschen mit Behinderungen weg“, nach der heutigen Pressekonferenz des Österreichischen Behindertenrats zum Ausgleichstaxfonds (ATF) fordert Ralph Schallmeiner, Sprecher der Grünen für Menschen mit Behinderungen, erneut umgehendes und vor allem entschlossenes Handeln von Sozialministerin Korinna Schumann.
Der ATF wird durch Zahlungen der sogenannten Ausgleichstaxen von Unternehmen gespeist, die ihre gesetzliche Einstellungspflicht von Menschen mit Behinderungen nicht erfüllen, sowie durch Budgetmittel des Bundes.
Strukturelle Probleme bei der Finanzierung des Fonds schlagen sich jedoch seit Jahren in immer größer werdenden Finanzierungslücken nieder. Diese wurden in der Vergangenheit durch zusätzliche Steuermittel ausgeglichen. Durch den aktuellen Sparkurs der Regierung auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen bleiben diese Lücken nun jedoch offen.
„Unter dem grünen Sozialminister Johannes Rauch wurde das pragmatisch gelöst: Mit dem Finanzministerium wurden die nötigen Mittel verhandelt, nachdem die ÖVP für eine grundlegende Reform nicht zu haben war. Genau diese Absicherung fehlt jetzt. Mit dem letzten Doppelbudget ist der Kurs in Richtung Einsparungen gedreht worden, mit dramatischen Folgen für Angebote der beruflichen Teilhabe: 20 Arbeitsmarktprojekte wurden bereits eingestellt, andere empfindlich gekürzt. Die Ministerin ist daher gefordert, entweder für eine umgehende Reform zu sorgen oder die notwendigen Mittel zu verhandeln. Alles andere ist schlichtes Sparen auf dem Rücken jener, die auf Solidarität angewiesen sind, und ist überdies kurzsichtig“, so Schallmeiner.
Und weiter: „Wer bei Arbeitsmarkt-Inklusion kürzt, kürzt auch die Chancen, dass Menschen mit Behinderungen ihr eigenes Geld verdienen können und durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge wieder ins System einzahlen. Stattdessen verurteilt man sie zu einem Leben in der Sozialhilfe. Einsparungen beim ATF kommen also langfristig teuer.“
Abschließend betont Schallmeiner: „Inklusion ist ein Menschenrecht – und am Arbeitsmarkt entscheidet sich, ob Teilhabe gelingt oder Armut wächst. Wer beim ATF spart, spart am falschen Ende. Jetzt ist Handeln gefragt.“
Am 2. März 2026 lud der Österreichische Behindertenrat in den Presseclub Concordia, um die aktuelle Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderungen …
BIZEPS fordert eine nachhaltige Stärkung des Ausgleichstaxfonds sowie verbindliche Maßnahmen, um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen strukturell und langfristig …
BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben begrüßt die geplante Novelle des Behinderteneinstellungsgesetzes, mit der weitere Mittel für den Ausgleichstaxfonds gesetzlich …
Bundesministerin Korinna Schumann bringt eine Novellierung des Behinderteneinstellungsgesetzes in den Nationalrat ein. Bereits im Budgetausschuss hatte Sozial- und Arbeitsministerin Korinna …
Positiv bewertet der ÖZIV Bundesverband, dass der Finanzierungspfad nunmehr gesetzlich festgeschrieben wird und dass über die Legislaturperiode hinausgehend ein zusätzlicher …
Der Österreichische Behindertenrat hat mehrfach – etwa im Rahmen einer Pressekonferenz am 2. März 2026 – und kontinuierlich die Sicherung …
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) begrüßt die heute beschlossene Aufstockung der Mittel für den Ausgleichstaxfonds (ATF). Mit den zusätzlichen Budgetmitteln wird …
Das ist den Unterlagen zur Budgetuntergliederung Soziales und Konsumentenschutz zu entnehmen, über die der Budgetausschuss des Nationalrats heute Nachmittag gemeinsam …
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Am Drauradweg in Villach gibt es diesen rollstuhlgerechten Angelplatz. Er gehört zum Revier des Fischereivereins Äsche. Vor zwei Jahren berichteten …