Gabriele Schaunig-Kandut

Schaunig fordert Erhöhung des Pflegegeldes

Bundesregierung ist massiv gefordert

„Eine Erhöhung des Pflegegeldes ist aus meiner Sicht unumgänglich“, machte die Kärntner SPÖ-Landesvorsitzende Gaby Schaunig am Dienstag in einem gemeinsamen Pressegespräch mit SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer im Rahmen der SPÖ-„Startklar“-Tour in Hermagor klar.

„Eine zusätzliche Belastung der Menschen durch eine Pflegeversicherung darf es nicht geben und wird von uns schlicht abgelehnt“, so Schaunig. Es könne nur ein solidarisches, aus dem Budget finanziertes, System geben, sagte Schaunig, die von einer „sehr ungleichen Verteilung“ der Kostenbelastung sprach. „Der Bund ist sehr zurückhaltend bei der Erhöhung des Pflegegeldes, die Bundesregierung wäre hier massiv gefordert, anstatt mit Pflegeschecks abzulenken“, unterstrich Schaunig.

Mit einer neuen sozialen Bundesregierung werde sich auch im Bereich des Pflegegeldes vieles zum Besseren wenden, zeigte sich Schaunig überzeugt. Sie sprach sich für den Ausbau der Hauskrankenpflege aus und verwies in diesem Zusammenhang auf Arbeitsplätze in diesem Bereich. „Die SPÖ ist da, wo sie hingehört, nämlich mitten unter den Menschen, wir hören ihnen zu und wissen, was sie brauchen“, so die SPÖ-Landesvorsitzende.

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0 Kommentare

  • Der ursprüngliche Hilflosenzuschuß war an die Pensionserhöhungen gekoppelt. Zur Zeit der SP-Minister wurde diese Automatik abgeschafft. Auch wenn man jetzt noch so laut seitens der SP nach einer Valorisierung ruft, wird es diese bei Regierungsverantwortung durch die SP wohl genau so nicht geben, wie bei der jetzigen Regierung. Das ist eine traurige Erkenntnis.

  • Richtig das Pflegegeld gehört aufgestockt! Aber so wie es die SPÖ will wird es nicht gehen.Der Staat kann nicht für alles aufkommen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man die Bezüge aller Abgeordneten und Regierungs und Landespolitiker um 25% kürze und damit das Pflegegeld aufstockt. Oder? Eine neue soziale Bundesregierung SPÖ-
    unglaubwürdig! Die SPÖ hätte schon längst in WIEN die Möglichkeit eine SOZIALE LANDESPOLITIK zu machen. Also ist eine SOZIALE BUNDESREGIERUNG unter der SPÖ unglaubwürdig. ich weis von was ich rede, ich selber bin schwer behintert und Pflegegeldbezieher und bin auf fremde Hilfe angewisen.

  • Die Abgeordnete Schaunig versteht anscheinend mehr von der Materie als ihr steirischer Parteikollege, Soziallandesrat Kurt Flecker: Der macht sich stark dafür, dass die Kosten für die Finanzierung des Pflegegeldes um mehr als 100 (!) Prozent erhöht werden, ein Betrag, der jeweils vom Arbeitgeber aber auch vom Arbeitnehmer bezahlt werden müßte. Das ist blanker Wahnsinn!!!!
    SPÖ-Flecker plädiert für eine allgemeine Pflichtversicherung und führt in diesem Zusammenhang die deutsche (Pflicht)-Pflegeversicherung an.
    Dabei ist jedem, der nur ein wenig mit dem Thema vertraut ist bekannt, daß die Pflegeversicherung in Deutschland kein Vorbild ist sondern vielmehr ein Beispiel dafür, wie es nicht gemacht werden soll: Einerseits sind die dortigen Geldleistungen wesentlich geringer als die in Österreich und sind vor allem ganz stark auf die Finanzierung des ambulanten Bereichs hin orientiert.
    Andererseits schrammt die diese Pflegeversicherung schon seit Jahren stets an der Grenze des Konkurses, sprich der Unfinanzierbarkeit. Vielleicht sollten sich die österreichischen Befürworter dieses deutschen Desasters erst einmal informieren …