Schmied: „Die Bildungsreform geht weiter!“

Bildungsministerin Schmied warb im Parlament für ihre Reformvorhaben

Parlament
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Nach dem Budgetabschluss der SPÖ-geführten Bundesregierung und den jüngsten Auseinandersetzungen über fehlende Ressourcen für die „Verbesserung des Schulsystems“, verlautbarte Bildungsministerin Claudia Schmied heute, Dienstag, im Parlament: „Die Bildungsreform geht weiter!“

Drei Ziele seien für Schmied hierbei besonders wichtig: Beste Bildung für alle Kinder, mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem und der Anschluss an internationale Spitzenleistungen. „Bildungsabschlüsse dürfen nicht länger vom finanziellen Status der Eltern abhängen, das ist sozial ungerecht und ökonomisch nicht vertretbar. Überdies brauchen Spitzenleistungen eine breite Basis“, so Schmied, die sich freute, dass sich im österreichischen Bildungssystem einiges bewege.

Schmied verwies auch auf die 423 Millionen Euro, die für die Jahre 2009 und 2010 „direkt in die Bildung unserer Kinder“ investiert werden. Es sei mit der Stundung der BIG-Mieten eine Liquiditätsüberbrückung im Bildungsressort gelungen. „Wir starten 2009 und 2010 Schulbauprojekte in der Höhe von 600 Millionen Euro“, die damit verbundenen regionalpolitischen Effekte würden viele Arbeitsplätze schaffen und sichern, stellte Schmied klar. Und weiter: „Im kommenden Schuljahr werden wir durch bildungspolitische Maßnahmen 7.000 Arbeitsplätze für LehrerInnen geschaffen haben.“

Schmied präsentierte weiters zehn Themen, die ihr in den kommenden Jahren besonders wichtig sein werden. „Wir wollen eine Verkleinerung der Schulklassen vorantreiben“, nicht zuletzt weil man damit viele Herausforderungen, wie zum Beispiel jene der Integration, leichter bewältigen könne, so Schmied. Der Bildungsministerin ist es auch besonders wichtig, „den Kleingruppenunterricht zur Senkung der Dropout-Quote weiterzuführen“ sowie in der Sprachförderung im kommenden Jahr einen besonderen Schwerpunkt zu setzen. „Ein Kind, das in Österreich die Schule besucht, muss die deutsche Sprache beherrschen“, so Schmied, die auch betonte, dass das verpflichtende Gratiskindergartenjahr hierfür ein wichtiger Schritt sei.

Weiters sollen die Standorte der Neuen Mittelschule ausgebaut und die Tagesbetreuung sukzessiv zu einem „modernen Ganztagsangebot“ umgebaut werden, bekräftigte Schmied. „Um die Qualität der Betreuung zu gewährleisten, werden im kommenden Jahr die Standorte mit moderner Tagesbetreuung ausgebaut“, berichtete Schmied im Hohen Haus. Auch die Einführung eines mittleren Managements in Schulen („oft muss einE DirektorIn über hundert LehrerInnen koordinieren“), aber auch der Ausbau von Programmen zur Gewaltprävention sollen, so Schmied, vorangetrieben werden.

„Auch das Erfolgsprojekt „Lehre mit Matura“ wird weitergeführt, die Förderung der Privatschulen in freier Trägerschaft wird verdoppelt und die Berufsorientierung und Bildungsberatung ausgebaut“, so Schmied.

Abschließend stellte Schmied große strategische Projektvorhaben vor: „Wir müssen ein neues zeitgerechtes, leistungsorientiertes Dienstrecht für unsere LehrerInnen verhandeln, die Verwaltungsreform im Schulbereich vorantreiben und eine moderne, gemeinsame Ausbildung für alle im Lehrberuf Tätigen garantieren.“

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