Schreiber: „Nicht in einer Diktatur, sondern in der Republik Österreich.“

Kommentar "Heime: Lernen aus Fehlern" in der Tiroler Tageszeitung

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„In den Heimen wurden über Jahrzehnte systematisch Menschenrechtsverletzungen an vielen tausend Kindern und Menschen mit Behinderung begangen“, erinnert der Zeithistoriker Dr. Horst Schreiber (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck) am 13. November 2011 in der Tiroler Tageszeitung und ergänzt: „Nicht in einer Diktatur, sondern in der Republik Österreich.“

Er fordert eine österreichweite Anlaufstelle für Opfer und weist auf ein bislang kaum beachtetes Faktum hin: „Eine besondere Opfergruppe – Menschen mit Behinderung ist bis jetzt noch völlig unberücksichtigt geblieben.“

Deutlich zeigt er auch die Einstellung der Gesellschaft zu den von der Umwelt isolierten Heimbewohnern auf. „Sie galten als entbehrliche, überflüssige Wesen, die Kosten verursachen“.

Eine Gedankenhaltung, die es leider auch noch 2011 gibt.

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