Schulbehörde reagierte rasch

Bei erstem Verdacht ließ Scholz Lehrer suspendieren

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Er finde jenes Geständnis, das der suspendierte Lehrer am Gehörloseninstitut bei der Polizei gemacht hat, „abstoßend und erschütternd“, teilte Stadtschulratspräsident Dr. Kurt Scholz am Dienstag der Rathauskorrespondenz mit. Er lehne es aber genauso klar ab, aus einer menschlichen Tragödie billiges politisches Kapital zu schlagen.

„Wenn selbst die Familie des vermutlichen Täters von dessen Doppelleben jahrelang nichts geahnt hat, wenn die liebevolle und vorbildliche Familie des Opfers dem Mann jahrelang vertraute, dann kann man von einer Schulbehörde viel verlangen, aber nichts Unmögliches. Ohne Hinweise verfügen auch wir nicht über die Möglichkeit, das Doppelleben von Menschen zu enttarnen“, meinte Scholz.

„Sobald der erste Verdacht aufgekommen ist, wurde der Lehrer unverzüglich suspendiert. Wenn sich bei der Gerichtsverhandlung das bewahrheitet, was bei der Polizei angegeben wurde, wird er nie wieder eine Schule von innen sehen.“

Der Stadtschulrat für Wien sei in den letzten Jahren allen Hinweisen über behauptete Püffe und Boxschläge am Gehörloseninstitut nachgegangen. Es habe dabei auch konkrete Maßnahmen – vom Disziplinarverfahren bis zur verpflichtenden therapeutischen Weiterbildung – gegeben. „Im Zuge aller dieser Disziplinarverfahren hat es allerdings nicht die geringste Andeutung eines sexuellen Missbrauchs gegeben. Wir waren genauso ahnungslos und ohne Hinweise wie die Familien der Opfer“, schloss Scholz.

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