Schweitzer: Schule: SPÖ gehts rein ums Dagegensein

Der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Karl Schweitzer wies den Vorschlag von SPÖ-Vorsitzendem Gusenbauer, die Integration geistig behinderter Schüler auf BMS und Berufsschulen auszuweiten, heute schärfstens zurück.

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„Die SPÖ hat vor einiger Zeit die flexible Schuleingangsphase eingeführt, um dem Problem der Integration geistig behinderter Schüler in der 9. Schulstufe zu entgehen. Diese Vorgangsweise der alten Regierung hat sich bald als widersinnig herausgestellt und bedarf nun einer umgehenden Korrektur, die die neue Regierung in Form eines umfassenden Schulpakets vornimmt“, sagte Schweitzer zu den Aussagen Gusenbauers.

Daß die SPÖ nun danach trachte, dieses sinnvolle Schulpaket mit fadenscheinigen Argumenten um jeden Preis zu verhindern, bringe einmal mehr den Fundamentaloppositionismus der Sozialdemokraten zum Vorschein. In den unkonkreten Vorschlägen der SPÖ sei nichts davon zu finden, wie die Integration in den BMS und Berufsschulen in der Praxis durchführbar sei. Grundlegende Fragen wie jene nach den Lernzielen für die zu integrierenden Schüler, für sie angepaßte Lehrpläne, Fragen nach einer Leistungsbeurteilung oder dem Auswahlverfahren der in die BMS oder Berufsschulen aufzunehmenden Schüler blieben nach wie vor von der SPÖ unbeantwortet.

Die Erreichbarkeit der Ausbildungsziele – auch bei Zeiterstreckung – sei, so der freiheitliche Bildungssprecher, aufgrund der hohen Ansprüche sowie der nötigen Abstraktion, die ein Folgen des Unterrichts voraussetze, bei geistig und mehrfach Behinderten nicht gegeben. Auch ein Erreichen von Teilfähigkeiten sei höchst unwahrscheinlich. Es wäre laut Expertenmeinung sogar kontraproduktiv, Behinderte permanent mit dem eigenen Scheitern zu konfrontieren, wenn man Anforderungen einer BHS an sie stelle, konkretisierte der freiheitliche Bildungssprecher seine Haltung.

Ebenfalls in groben Argumentationsnotstand gerate die SPÖ mit ihrer Ablehnung der Verhaltensvereinbarung, so der freiheitliche Bildungssprecher weiter, denn mit der „Verhaltensvereinbarung“ schaffe die Regierung die Möglichkeit – aber nicht die Pflicht – in Ergänzung zur Schulordnung schuleigene Verhaltensvereinbarungen festzulegen. Zur Beratung von Erziehungsfragen, zur Hilfestellung in Konfliktsituationen und zur Mediation könne zudem an den Schulen ein Beratungsgremium eingerichtet werden.

„Mit der Einführung von Verhaltensvereinbarungen wird einem langjährigen Wunsch der Elternverbände entsprochen und bedeutet einen weiteren Schritt in Autonomie und Demokratisierung der Schulen. Ich rate den Vertretern der SPÖ ihren Oppositionsfundamentalismus hinter sich zu lassen und dem Schulpaket zuzustimmen; im Interesse der Lehrer, Eltern und Schüler“, schloß Schweitzer.

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