Schweizer Fernsehen auf der Überholspur

Der SRG-SSR-Fernsehsender in der Schweiz als öffentlich-rechtlicher Sender hat im abgelaufenen Jahr eine beeindruckende Erhöhung der Untertitelungsquote geschafft: 76 Prozent Steigerung.

Schweizer Sender SRG-SSR
SRG-SSR

„Die untertitelten Sendungen auf SF1, SF zwei, SF info, TSR 1, TSR 2, TSI 1 und TSI 2 konnten im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent erhöht werden“, hält der Sender in einer Aussendung fest und ergänzt: „Dies wurde dank zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einer verbesserten Infrastruktur sowie dem Einsatz der Spracherkennungs-Technologie möglich. Diese erlaubte im vergangenen Jahr erstmals Live-Sendungen zu untertiteln.“

Derzeit untertitelt der Sender SRG-SSR rund 18,6 Prozent des Programmes. Die Schweiz hat es – im Vergleich zum ORF – viel schwerer, weil sie mehrsprachig untertiteln muss. Im Jahr 2008 waren es in der Schweiz 9618 Stunden. (Zum Vergleich: Der ORF untertitelte im Jahr 2007: 4525 Stunden).

Zukunft

„Im Verlauf des Jahres 2009 wird die Untertitelung des gesamten Programms zwischen 19 und 22 Uhr (Primetime) auf allen SRG-SSR-Programmen sicher gestellt. Zudem soll eine umfassende Abdeckung der Live-Events auf allen Sendern erfolgen“, kündigt der Sender an.

Notwendig wurde dies durch eine diesbezügliche Vorschrift in der Radio- und Fernsehverordnung der Schweiz.

Der ORF schneidet immer schlechter ab

Der ORF war lange Zeit auf seine Führungsrolle im deutschsprachigen Raum stolz. (Derzeit untertitelt der ORF rund 30 %).

Die Sender in Deutschland und der Schweiz haben in den letzten beiden Jahren massive Fortschritte gemacht.

  • In der LIVE-Berichterstattung von Sportereignissen haben ARD und ZDF im Vorjahr den ORF deutlich überholt.
  • Der WDR hat 2008 rund 45 % (!) untertitelt und möchte dies im Jahr 2009 nahezu verdoppeln.
  • Der meistgesehene schweizer Sender von SRG-SSR (nämlich der Sender SF 1) hatte im Jahr 2008 mehr Sendungen untertitelt als der ORF; nämlich 31 %. Tendenz stark steigend). SRG SSR kündigt weiters an: „Im Verlauf des Jahres 2009 wird die Untertitelung des gesamten Programms zwischen 19 und 22 Uhr (Primetime) auf allen SRG-SSR-Programmen sicher gestellt.“

Die Konsequenz der erfreulichen Entwicklung im Ausland ist, dass die schweizer und deutschen öffentlich-rechtlichen Sender starke bis sehr starke Steigerungen ihres Angebotes realisieren und somit den ORF überholen.

Der ORF dümpelt seit Jahren unter einem Drittel herum und hat sehr geringe Steigerungsraten. (2006: 23 %, 2007: 26 %, 2008: 30 %) In Österreich schreibt das ORF-Gesetz noch immer keine verpflichtenden Steigerungsraten vor.

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0 Kommentare

  • Der ORF bringt wieder einmal weniger zusammen als die anderen – das hat in einem NEWS-Letter nichts verloren, das ist nichts neues. Überraschend war jedoch, daß die Beschleunigung der Verschlechterung gebremst werden konnte, durch die Beibehaltung der Wochenschau. Die Schere Kosten – Erträge geht beim ORF immer weiter auseinander – das gibt Hoffnung!

  • Ich bitte um Nachsicht für den ORF. „Österreich ist anders“ – Leider oft zum Nachteil der Bevölkerung. Weil der ORF so einzigartig ist habe ich privat keinen Fernseher, kein Radio und kein Autoradio.

  • Super. Wie sollen die Beamten in unseren staatliche Zwangsgebühren – Anstalt etwas vergleichbares hinbekommen?

    Immer die letzten bei Neuigkeiten, provinzielle Bericherstattung, 337. Wiederholung einer US-Billigstaffel, Holländische Konserven-Shows, … So etwas wie den ORF gibt es kein 2. Mal.