Selbstbestimmt Leben Preis zum 5. Mal vergeben

Vera Rebl, Volker Schönwiese und Marianne Schulze erhielten den heurigen "Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preis" für die Förderung des selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderung

Vera Rebl Volker Schönwiese Marianne Schulze
BIZEPS/Eva Kosinar

Bereits zum fünften Mal wurde heuer im Gedenken an Elisabeth Wundsam-Hartig der nach ihr benannte Selbstbestimmt-Leben-Preis verliehen. Die Preisverleihung fand 24. November 2012 im Rahmen eines Festaktes in der TU-Wien statt. (siehe Fotos)

Den Preis in der Kategorie „außergewöhnliche Initiativen, Ideen und Leistungen“ erhielt Marianne Schulze. Sie ist freischaffende australisch-österreichische Menschenrechtskonsulentin und Vorsitzende des Monitoringausschusses zur Überwachung der Einhaltung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Den Preis in der Kategorie „außergewöhnlicher persönlicher Einsatz zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen“ erhielten Vera Rebl und Volker Schönwiese.

Vera Rebl ist DanceAbility-Trainerin, Choreografin und Qualitätsmanagerin und lebt in Niederösterreich. Volker Schönwiese ist Prof. an der Universität Innsbruck, Gründer der Volltextbibliothek bidok und langjähriges Mitglied sowie Ideengeber der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung.

Zum Preis

Der Preis wurde in Erinnerung an Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig (1948-2003) gestiftet und wird alle zwei Jahre vergeben, um außergewöhnliche Initiativen, Ideen und Leistungen auszuzeichnen, die dem Selbstbestimmten Leben von Menschen mit Behinderung und ihrer gleichberechtigten Anerkennung in der Gesellschaft förderlich sind. Nähere Informationen siehe auch wundsam-hartig-preis.org.

Seit 2012 existiert eine Kooperation zwischen dem „Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preis“-Verein und BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben.

Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig

Von Geburt an schwer sehbehindert, besuchte Elisabeth Wundsam-Hartig – konträr zum Zeitgeist der 50er Jahre – keine Sonderschule sondern maturierte und absolvierte erfolgreich ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien.

Talente wie Zuhören, Telefon-Recherche, das Bauen zwischenmenschlicher Brücken, ein waches Interesse an allen Entwicklungen dieser Welt und ihre nie enden wollende Energie setzte sie in ihrem beruflichen Leben als Nachrichtenredakteurin des ORF, als Mitgründerin sowohl einer privaten Hilfsorganisation im Jugoslawien-Krieg als auch des Vereines „Blickkontakt“ ein, und war als Lobbyist in der österreichischen Behinderten-Gesetzgebung erfolgreich tätig.

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