Selbstbestimmt Leben Preis zum 6. Mal vergeben

Margarita Edler, Klaudia Karoliny und Ottmar Miles-Paul erhielten den "Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preis" für die Förderung des selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderung

Ottmar Miles-Paul, Klaudia Karoliny, Margarita Edler
BIZEPS/Eva Kosinar

Bereits zum sechsten Mal wurde heuer im Gedenken an Elisabeth Wundsam-Hartig der nach ihr benannte Selbstbestimmt-Leben-Preis verliehen. Die Preisverleihung fand 15. November 2014 im Rahmen eines Festaktes in der TU-Wien statt. (Siehe Fotos von der Veranstaltung)

Den Preis in der Kategorie „außergewöhnliche Initiativen, Ideen und Leistungen“ erhielt Margarita Edler. Sie ist Projektleiterin des Steirischen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und Mitarbeiterin des Landes Steiermark.

Den Preis in der Kategorie „außergewöhnlicher persönlicher Einsatz zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen“ erhielten Klaudia Karoliny und Ottmar Miles-Paul.

Klaudia Karoliny ist Beraterin im Empowerment-Center von Selbstbestimmt Leben Oberösterreich, Ottmar Miles-Paul ist Publizist und Mitbegründer Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben ISL Deutschland.

Zum Preis

Der Preis wurde in Erinnerung an Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig (1948-2003) gestiftet und wird alle zwei Jahre vergeben, um außergewöhnliche Initiativen, Ideen und Leistungen auszuzeichnen, die dem Selbstbestimmten Leben von Menschen mit Behinderung und ihrer gleichberechtigten Anerkennung in der Gesellschaft förderlich sind. Nähere Informationen siehe auch wundsam-hartig-preis.org.

Seit 2012 existiert eine Kooperation zwischen dem „Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preis“-Verein und BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben.

Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig

Von Geburt an schwer sehbehindert, besuchte Elisabeth Wundsam-Hartig – konträr zum Zeitgeist der 50er Jahre – keine Sonderschule sondern maturierte und absolvierte erfolgreich ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien.

Talente wie Zuhören, Telefon-Recherche, das Bauen zwischenmenschlicher Brücken, ein waches Interesse an allen Entwicklungen dieser Welt und ihre nie enden wollende Energie setzte sie in ihrem beruflichen Leben als Nachrichtenredakteurin des ORF, als Mitgründerin sowohl einer privaten Hilfsorganisation im Jugoslawien-Krieg als auch des Vereines „Blickkontakt“ ein, und war als Lobbyist in der österreichischen Behinderten-Gesetzgebung erfolgreich tätig.

Video der Preisverleihung 2014

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