Selbstbestimmung und Fairness im digitalen Zeitalter

Im Rahmen der Sendereihe Confirm Humanity zu Digitalisierung und Menschlichkeit spricht Katharina Müllebner über Selbstbestimmung und Inklusion.

Portrait Mag. Katharina Müllebner
  • Wie inklusiv bzw. exklusiv ist digitales Lernen?
  • Wie kann Digitalisierung für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen genutzt werden? Oder wann steht sie ihr im Weg?
  • Was bedeutet digitale Barrierefreiheit? Oder wer hat Zugang zu digitalen Inhalten?

Diese und andere Fragen beantwortet die Bildungswissenschaftlerin und BIZEPS Mitarbeiterin Katharina Müllebner im Rahmen eines Sendungsbeitrags des Freien Radios Salzkammergut zum Thema Selbstbestimmung und Fairness im Rahmen der Digitalisierung.

„Wenn man aus der Digitalisierung ausgeschlossen ist, ist man zu einem Großteil auch aus der Gesellschaft ausgeschlossen“, sagt Katharina Müllebner über die Relevanz von Digitalisierung in der heutigen Zeit.

Digitalisierung habe viele Vorteile, z.B. was den Mobilitätsaspekt betrifft. Durch Digitalisierung könne man leicht digital an verschiedene Orte gelangen. Vor allem für Menschen mit Behinderungen sei das ein Vorteil, da es für manche nicht so einfach ist, in einen Zug zu steigen und in ein anderes Bundesland zu fahren.

Für Katharina Müllebner ist es aber wichtig zu betonen, dass die Digitalisierung immer nur ein Tool, also ein Werkzeug, und keine Lösung für alles ist. Es dürfe nicht dazu führen, dass die Möglichkeit, direkt vor Ort dabei zu sein, ersetzt wird. Denn vor allem, wenn es um Inklusion von Menschen mit Behinderungen geht, ist der direkte Austausch mit anderen Menschen essentiell.

Digitalisierung für Alle

Digitales Lernen und digitale Arbeitsprozesse sind nur dann inklusiv, wenn die entsprechenden Technologien für Alle barrierefrei nutzbar sind, führt Müllebner aus. Menschen mit Behinderungen müssen in die Entwicklung neuer Technologien miteinbezogen werden. Denn gerade sie laufen Gefahr, von der Digitalisierung überholt zu werden.

„Um Digitalisierung nutzen zu können, brauchen Menschen nicht nur materielle Ressourcen, wie Geld oder technische Hilfsmittel, sie brauchen auch Wissensressourcen, d.h. man muss früh den Umgang mit Technologien lernen.“

Definitionsmacht durch Digitalisierung

Als weiteren wichtigen Aspekt der Digitalisierung sieht Müllebner die gestalterischen Möglichkeiten in Bezug auf Medien.

Menschen mit Behinderungen, erklärt Müllebner, seien in den Mainstream-Medien oft ausgeschlossen oder unterrepräsentiert, Technologien wie, z.B. das Internet können dabei helfen, eigene Medienformate zu schaffen und somit auch etwas von der Definitionsmacht, die Behinderung betreffend, zurückzubekommen und den Bildern, die man von außen aufgestülpt bekommt, die noch immer zwischen den Extrempolen „Spendenempfänger“ und „Supermensch“ hin und her schwanken, etwas entgegenzusetzen.

Aber eigene Internetmedieninhalte produzieren zu können, bedeutet noch keine Inklusion, betont Müllebner. Diese sei erst dann gegeben, wenn Menschen mit Behinderungen in der Mainstream-Medienlandschaft inkludiert sind.

Den gesamten Beitrag mit Katharina Müllebner finden Sie auf der Internetseite des Freien Radios Salzkammergut.

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