Selbsthilfeverbände fordern von EU Aufnahme von Benachteiligungsverbot in Maastrichter Vertrag

Die VertreterInnen aus Deutschland und Österreich forderten daher ihre Regierungen auf, die Aufnahme eines solchen Benachteiligungsverbotes bei den Beratungen zur Überarbeitung des Maastricht Vertrages zu unterstützen.

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Anläßlich der vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland – ISL e.V. – organisierten Konferenz der Selbsthilfeverbände im deutschsprachigen Raum vom 31. Mai bis 2. Juni 1996 in Erlangen fordern eine Reihe von Selbsthilfeverbänden aus Deutschland und Österreich die Aufnahme eines Benachteiligungsverbotes für Behinderte in die Maastrichter Verträge.

„Wenn Europa auch für behinderte Menschen attraktiv sein soll, muß durch die Aufnahme eines Benachteiligungsverbotes in die zur Zeit überarbeiteten Maastrichter Verträge sichergestellt werden, daß wir die Einrichtungen der Europäischen Union auch ohne Benachteiligungen in Anspruch nehmen und uns baureifer in Europa bewegen können,“ erklärte Ottmar Miles-Paul, Bundesgeschäftsführer der ISL e.V. im Anschluß an die Konferenz.

So müßte zum Beispiel ähnlich wie in den USA sicher gestellt werden, daß nur noch Fahrzeuge im öffentlichen Personenverkehr angeschafft werden, die behindertengerecht sind, daß Diskriminierungen Behinderter am Arbeitsplatz nicht mehr geduldet werden und daß die Benachteiligungen bei der Kommunikation von Schwerhörigen und Gehörlosen abgebaut werden.

Die VertreterInnen aus Deutschland und Österreich forderten daher ihre Regierungen auf, die Aufnahme eines solchen Benachteiligungsverbotes bei den Beratungen zur Überarbeitung des Maastricht Vertrages zu unterstützen. Um derartige Forderungen, aber vor allem auch die Stärkung der Selbsthilfe Behinderter voranzutreiben, wollen die Selbsthilfeverbände im deutschsprachigen Raum zukünftig enger zusammen arbeiten.

So wurde bereits für 1997 eine Nachfolgekonferenz in München geplant, bei der u. a. Fragen der Durchsetzung von Gleichstellungsgesetzen und der Öffentlichkeitsarbeit auf dem Programm stehen werden.

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