Sigi Maron: Künstler und Kämpfer für Selbstbestimmung

Am 18. Juli 2026 jährt sich der Tod von Sigi Maron zum zehnten Mal.

Sigi Maron 2013
Wolfgang H. Wögerer

Der niederösterreichische Liedermacher, der infolge einer Kinderlähmung einen Rollstuhl nutzte, verband seine Kunst konsequent mit gesellschaftspolitischem Engagement.

In seinen Liedern verband Sigi Maron soziale Kritik mit dem Einsatz gegen die Diskriminierung behinderter Menschen. BIZEPS würdigte ihn 2016 nach seinem Tod als kritischen und scharfzüngigen politischen Künstler.

Besonders wichtig war Maron die Selbstvertretung behinderter Menschen. Sie sollten nicht nur Gegenstand politischer Entscheidungen sein, sondern selbst in Politik, Kultur und Medien mitwirken.

Bei seiner Kandidatur für die KPÖ forderte er unter anderem ein gesichertes Pflegegeld sowie barrierefreie öffentliche Gebäude, Arztpraxen, Bahnhöfe und Verkehrsmittel.

Auch nach seinem Tod bleibt Marons Verbindung zur Behindertenbewegung sichtbar. Der aus einer Zusammenarbeit mit Pepo Meia entstandene Protestsong „Rollwut“ wurde 2022 bei der Wiener Inklusionsdemo eingesetzt.

Sein künstlerisches und politisches Vermächtnis steht damit weiterhin für Gleichberechtigung, Barrierefreiheit und ein selbstbestimmtes Leben.

Siehe: DerStandard

Sigi Maron
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