Silhavy: „Barrierefreiheit im Internet ist ein kontinuierlicher Prozess mit größter Priorität“

Der Stellenwert von Barrierefreiheit im Internet stand heute im Mittelpunkt eines Referats von Staatssekretärin Heidrun Silhavy im Rahmen der Veranstaltung " <A-Tag>07: Barrierefreie Medien".

Heidrun Silhavy
Harald Minnich/HBF

Die Konferenz im Vienna Tech Gate bot einen Einblick in die neuesten Entwicklungen rund um das Thema „Barrierefreies Internet“ in Österreich und den deutschsprachigen Nachbarländern.

„Der Webauftritt einer Verwaltungsorganisation ist heute deren Visitenkarte“, so die für E-Government zuständige Staatssekretärin. Silhavy bezeichnete das Internetangebot der Behörden als ein „Eintrittstor für die Bürgerinnen und Bürger“. Ein wichtiges Qualitätskriterium sei daher die Zugänglichkeit öffentlicher Webseiten: „Barrierefreiheit hat für die österreichische Verwaltung und für das Bundeskanzleramt im Speziellen hohe Priorität“.

Das zeige sich in der gesetzlichen Verankerung entsprechender Zielsetzungen und an den laufenden Optimierungsaktivitäten in der Verwaltung. Schon durch das Diskriminierungsverbot in Artikel 7 der Bundesverfassung werde die Bedeutung von Barrierefreiheit deutlich: „Bund, Länder und Gemeinden bekennen sich dazu, behinderte und nicht behinderte Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens gleich zu behandeln“. Gesetzlich konkretisiert wird diese Vorgabe im Behindertengleichstellungsgesetz, im Zustellgesetz und im E-Governmentgesetz.

Für das Webangebot von Behörden gilt laut E-Governmentgesetz, dass ein barrierefreier Zugang bis 1. Jänner 2008 realisiert sein muss. Silhavy nannte positive Beispiele für barrierefreie Webangebot der Verwaltung: „Der Amtshelfer „help.gv.at“ erfüllt seit 2005 höchste Zugänglichkeitsanforderungen.

Aktuelle Bestätigung dafür ist die Auszeichnung mit dem goldenen BIENE-Award.“ Die Auszeichnung sei ein großer Ansporn, weitere Verbesserungen umzusetzen. Auch im Bundeskanzleramt sei der Focus auf die Barrierefreiheit von Webauftritten gerichtet: „Wichtige Inhalte werden in Gebärdensprache angeboten und wir streben weitere Optimierungsschritte an“, sagte Silhavy. So werde derzeit an einem besseren Zugang zum Rechtsinformationssystem „RIS“ gearbeitet. Zusätzlich soll es künftig bedarfsorientierte Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich von barrierefreiem Webdesign geben.

Mit einer Evaluierung der Barrierefreiheit öffentlicher Webangebote sei kürzlich der Status quo erhoben worden: „94 Prozent durchschnittlicher Erfüllungsgrad des internationalen Standards für barrierefreie Webinhalte ist Nachweis dafür, dass barrierefreie Webangebote einen hohen Stellenwert in der österreichischen Bundesverwaltung haben“, sagte die Staatssekretärin. „Dies zeigt, wir sind auf einem sehr guten Weg“, trotzdem müssten noch weitere Verbesserungen realisiert werden. Daran werde Silhavy arbeiten, auch gemeinsam mit den Städten und Gemeinden.

Abschließend kündigte die Staatssekretärin einen Tag der Barrierefreiheit im Internet an: Der 26. November werde unter dem Motto „Online ohne Ausnahme“ stehen. Eine Initiative, die vom Bundeskanzleramt gemeinsam mit dem Sozialministerium durchgeführt wird. Das Ziel all dieser Aktionen sei klar: „Barrierefreiheit bedeutet Chancengleichheit. Eine moderne Verwaltung bietet ihre Leistungen im Internet an und hat sie so zu gestalten, dass sie für alle Menschen einfach, schnell und komfortabel zugänglich sind“, betonte Silhavy.

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