Situation der Persönlichen Assistenz in Österreich

bidok stellte den "Bericht für Selbstbestimmt Leben Österreich zur Situation der Persönlichen Assistenz in Österreich" von Mag. Hubert Stockner online.

Hubert Stockner
Hubert Stockner

Sehr ausführlich beschreibt Mag. Hubert Stockner die Situation der Persönlichen Assistenz in Österreich (Stand 2011) und berichtet über die Aktivitäten auf Bundes- aber auch auf Landesebene.

Kritisch wird beispielsweise der Widerspruch zwischen dem Bekenntnis Österreichs zu dezentralen bzw. gemeindenahen Unterstützungssystemen und der Praxis – nämlich der massiv gestiegenen Institutionalisierung durch den Aufbau von vollstationären Plätzen – aufgezeigt. Dies wird auch anhand von Zahlen dargelegt.

Bei bidok verfügbar

Der gesamte Bericht wurde von bidok – behinderung inklusion dokumentation – ein Internet-Projekt zum Thema der integrativen/ inklusiven Pädagogik und Disability Studies am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck – am 17. Jänner 2012 online gestellt.

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0 Kommentare

  • Ja genau darum geht es: weg von der Kasernierung hilfsbedürftiger Mitmenschen und absoluten Vorrang für maßgeschneiderte wirksame PERSÖNLICHE EINZEL – ASSISTENZ . Das ist übrigens gar nichts Neues, sondern das älteste und sicher auch bewährteste Betreuungs-Modell überhaupt. Im konkreten Anlaß-Fall des hier schon ausführlich zitierten Wolfgang S. aus Straßwalchen, 40-jähriger hochgradiger AUTIST kann das nur heißen: raus aus der Kaserne und Haftanstalt, die zugleich eine völlig trostlose VERTROTTELUNGS – ANSTALT darstellt, raus an die frische Luft, möglichst viel Bewegung im Freien unter gezielter Einzel-Aufsicht und dann ein wirklich nur auf diese besonders „schwierige“ Einzel-Person zugeschnittenes intensives Förder-Programm durchziehen. Dies kann letztlich nur bewältigt werden im familiären Rahmen, so etwas kann man nicht „kaufen“ bei noch so gut motivierten, noch so gut studierten Sozial-Arbeitern etc. !
    Ja diese „ewig Vergessenen im Lande“ können halt nicht so laut schreien wie diverse „Parade – Behinderte“, die vor kurzem sogar unter großer Medien-Beteiligung hier in Salzburg einen Kongreß abgehalten haben mit flotten Sprüchen im Programm. Und schon nur eine halbe Stunde später schaut dann die Realität wieder ganz anders aus, wenn man den benachbarten Stammtisch im Wirtshaus unfreiwillig belauscht : „der gehört doch sofort ins Heim – und weg ist er……“

  • Guter Fokus auf die notwendige Deinstitutionalisierung. Aber keine einzige Erwähnung der Lebensrealitäten pflegender Angehöriger als jene Assistenzleister, die das politisch motivierte Systemgebrechen der Unterstützungsverweigerung in hohem Maß kompensieren (müssen). Leider ist das wieder einmal der übliche ‚blinde Fleck‘ gegenüber den ewig Vergessenen im Lande. Von der diskriminellen österreichischen Politik ist man’s gewohnt aber warum gerade auch aus der Ecke von ‚disability studies‘ und ‚Selbstbestimmt Leben‘?