Skoda eröffnet neue Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

40 zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen hat der tschechische Autobauer Skoda jetzt in seinem Stammwerk in Mladá Boleslav geschaffen.

Flagge Tschechien
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Die neue Werkstatt ist die sechste Einrichtung dieser Art bei Skoda. Wie heute weiter aus einer Pressemitteilung des Unternehmens zu erfahren war, handelt es sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen der Region.

Es werden Menschen beschäftigt, die aufgrund zeitweiser oder dauerhafter Beeinträchtigungen nicht mehr ihrer bisherigen Tätigkeit nachgehen können. Die Arbeitsplätze sind diesen Behinderungen entsprechend angepasst.

Mit einer Investition von fast 250.000 Euro entstand eine der fortschrittlichsten Einrichtungen dieser Art in Tschechien. Aktuell arbeiten in den speziellen Werkstätten bis zu 150 Mitarbeiter. Bereits Anfang 2006 startete Skoda mit dem ersten Projekt dieser Art. Fünf Werkstätten befinden sich mittlerweile am Standort Mladá Boleslav, eine im Werk Kvasiny.

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0 Kommentare

  • Mich würde auch interessieren, ob diese „Behindertenwerkstätten“ inklusiv geführt werden oder faktisch vielleicht doch wieder aussondernd wie ein Ghetto funktionieren. Also, ob behinderte Menschen (inklusive nötiger Adaptierungen) mit Nichtbehinderten zusammenarbeiten, gemeinsame Pausenräume nutzen, die Kantine besuchen, den Weg zum Arbeitsplatz mit öffentlichen oder individuellen Verkehrsmitteln bewältigen usw., wie ihre nichtbehinderten KollegInnen auch. Auch bei uns werden Gruppen behinderter Menschen täglich in Großbetriebe gefahren, um dort in abgeschiedenen Bereichen für Taschengeld eine Routinearbeit zu machen. Dass die „geschützten Werkstätten“ in Betriebe des 1. Arbeitsmarktes verlagert werden, ist noch lange keine Inklusion.

  • Mich würde vor allem interessieren, ob die (behinderten) MitarbeiterInnen auch wie alle anderen „ordentliche“ Gehälter bekommen, oder ob es sich (wie bei uns in sog. Sonder-Werkstätten) um Taschengelder handelt, was sie für ihre Arbeit bekommen. Bei uns in OÖ heißt es in der Regel mehr zahlen, als was mann/frau in der Werkstatt an Taschengeld „verdient“.

  • Ich besitze seit etwa einem Jahr einen Skoda und habe mich (bei der Generalvertretung) erkundigt, wo in Wien es Markenwerkstätten mit einem Rollstuhlfahrer tauglichen WC gibt. Ergebnis: angeblich bei Porsche in Liesing, dort weiß man allerdings nichts von einem Behinderten-WC!

  • Die zuvor erwähnten 70.000 Euro öffentlicher Zuschüsse pro Arbeitsplatz (für Nichtbehinderte) und ähnliche Beträge fließen bzw. flossen manchmal für Betriebsansiedlungen um Standortentscheidungen von Großkonzernen für sich zu gewinnen. Manchmal dürfte sich das rechnen, oft ist es im Nachhinein betrachtet aber auch verlorenes Geld gewesen. Eine Investition in soziale Verantwortung ist nie umsonst.

  • @ Srb, Ja, so sehe ich das auch. Es geht auch aus der Pressemeldung nicht hervor, dass bei diesen adaptierten Skoda- Werkstätten öffentliche Förderungen flossen. Es dürfte also (hauptsächlich) eine unternehmerische Initiative und eine Investition in die soziale Verantwortung sein. Deshalb zu Recht: vor den Vorhang!
    Noch eine Korrektur zu meiner Berechnung: Eine Investition von 243.000 Euro wurde für die 40 zusätzlichen Arbeitsplätze der neuen Werkstätte getätigt. Je Adaptierung wurden daher durchschnittlich 6.075 Euro investiert, das klingt realistisch (ich hatte den Betrag fälschlich auf alle 150 Arbeitsplätze an mehreren Standorten bezogen). Original-PM: http://www.presseportal.de/pm/28249/1693987/skoda_auto_deutschland_gmbh

  • @Lichtenauer: Die angesprochenen 70.000 pro Arbeitsplatz wurden wohlgemerkt für Arbeitsplätze von nichtbehinderten Personen (!) aus öffentlichen Mitteln freigemacht!! Hier sieht man, dass nicht immer nur für Arbeitsplätze von behinderten Abeitnehmern größere Summen aufgewendet werden.

  • Nachtrag: … und für den Betrieb von Werkstätten für behinderte Menschen je Arbeitsplatz MONATLICH etwa 2.000 Euro an öffentlichen Förderungen fließen.

  • Ein Grund, einen Skoda in die engere Wahl zu ziehen. Die geringe Investitionssumme von unter 1.700 Euro für Adaptierungen je Arbeitsplatz wundert mich etwas. Fein, wenn sich das ausgeht. Ich stelle das einem Beispiel gegenüber, dass in Österreich z.B. bei jedem Arbeitsplatz in einem großen Motorenwerk etwa 70.000 Euro aus öffentlichen Fördermitteln gesponsert wurden.