SoHo: Sexualität und Behinderung noch immer ein großes Tabu

Schütz: "Behinderte Menschen haben ein selbstverständliches Recht auf Sexualität"

Manfred Schütz
Schütz, Manfred

„Wir erleben Sexualität als etwas höchst Privates und Intimes, aber zugleich sind wir tagtäglich in Öffentlichkeit und Gesellschaft mit eben dieser als durchaus wichtiges Thema konfrontiert. Menschen mit einer Behinderung hingegen werden innerhalb der hetero- und homosexuellen Gesellschaft oftmals als sexuell neutral gesehen und damit häufig aus dem so sensiblen Thema der Sexualität ausgeklammert. Und das muss sich ändern“, so Manfred Schütz, Behindertensprecher der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität), am Donnerstag anlässlich des internationalen Tags der Menschen mit Behinderung.

„Wird Sexualität und Behinderung eben grundsätzlich schon tabuisiert, so wird sie vor allem Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen mit Behinderung zusätzlich erschwert oder gar vollkommen abgesprochen. Gerade dieser Personenkreis ist daher von Mehrfachdiskriminierung besonders geprägt. Wir brauchen insgesamt viel mehr Ideen, Konzepte und ein hohes Maß an Aufklärung und Bildung, denn das sind die wichtigsten Mittel, um Vorurteilen und Unkenntnis zu begegnen. Denn zweifelsohne haben behinderte Menschen auch ein selbstverständliches Recht auf Sexualität“, schloss Schütz.

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