Sommercamp 09: Intensiver Erfahrungsaustausch im Gange

Im Grazer Sommercamp ist ein intensiver Erfahrungs- und Gedankenaustausch im Gange, der sich in diesem Jahr besonders an den neuen Herausforderungen durch die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen orientiert.

Ladstätter + Tolliner schreiben Artikel beim Sommercamp
M. Ladstätter

Camp-Initiator Klaus Tolliner und BIZEPS-Redakteur Martin Ladstätter sind zudem bemüht, die Medien mit aktuellen Informationen über die deutsch-österreichische Diskussion zu versorgen.

„Durch ihren Einsatz und ihr Wissen erreichten behinderte Frauen die Aufnahme eines eigenen Frauenartikels und zahlreicher Geschlechterverweise in der Präambel und vielen anderen Artikeln der Behindertenrechtskonvention“, wurde Andrea Schatz vom Netzwerk behinderter Frauen in Berlin zitiert. Der Artikel 6 anerkennt, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen regelmäßig mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt sind. Er verlangt sowohl Antidiskriminierungsbestimmungen als auch spezifische Fördermaßnahmen zugunsten von Frauen mit Behinderungen.

Die Berlinerin erwartet, dass diese Bestimmungen der Konvention in Deutschland umgesetzt werden, zum Beispiel durch einen „Aktionsplan: Frauen mit Behinderungen“. Der sollte Maßnahmen zur Gewaltprävention und für mehr Barrierefreiheit von Fraueneinrichtungen vorsehen ebenso wie das Recht auf Elternassistenz und die Verbesserung der Erwerbssituation behinderter Frauen.

So wie derzeit generell in Österreich wird auch in Graz die bundesweite, bedarfsorientierte Mindestsicherung diskutiert. Im Sommercamp dreht sich die Diskussion darum, ob das von der Regierung in Wien vorgestellte System der bedarfsorientierten Mindestsicherung so konzipiert ist, dass behinderte Menschen nicht benachteiligt werden. (Fotos vom Sommercamp 2009 in Graz)

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