Sommercamp: Politik in eigener Sache

Beim "Sommercamp" diskutieren Betroffene vom 3. - 7. August 2009 in Graz über Behindertenpolitik. Kritisiert werden im Vorfeld unter anderem Pläne der Regierung zur Mindestsicherung, berichtet die Kleine Zeitung am 29. Juli 2009.

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„Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und künftige Behindertenpolitik in Österreich und Deutschland steht im Mittelpunkt einer Tagung von behinderten Menschen beider Staaten, die in der kommenden Woche in Graz stattfindet“, informiert die Tageszeitung.

Mindestsicherung in der Kritik

Kritik üben der Organisator des Expertentreffens, Klaus D. Tolliner sowie die ehemalige ÖVP-Mandatarin Anne Marie Wicher an den Plänen der Regierung zur Mindestsicherung.

„Laut Gesetzesentwurf sollen nur arbeitswillige und arbeitsfähige Personen die Mindestsicherung erhalten können, Menschen mit Behinderung sind damit praktisch ausgeschlossen“, gibt Wicher – selbst Rollstuhlfahrerin und langjährige Landtagsabgeordnete – zu bedenken.
Auch der Grüne-Gemeinderat Heinz Baumann stimmt in diese Kritik ein: „Der Plan ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, die Ausrichtung auf arbeitende Personen ist jedoch für Behinderte ein Wahnsinn“.

Wicher: “Graz steht ganz gut da“

Im Rahmen des Sommercamps wird es auch einen Rundgang mit einer Expertin für barrierefreies Bauen des Stadtbauamtes geben. „In Graz stehen wir ganz gut da und müssen uns, was Barrierefreiheit anbelangt, sicherlich nicht verstecken“, so Wicher abschließend.

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