Sozialminister Mückstein tief betroffen über Ableben von Manfred Srb

„Selbstbestimmt Leben“ verliert einen der wichtigsten Gründer der Bewegung

Wolfgang Mückstein
Stefanie Freynschlag

Sozialminister Wolfgang Mückstein ist tief betroffen über das Ableben von Manfred Srb:

Er hat die Anliegen von Menschen mit Behinderungen in Österreich durch tatkräftigen Einsatz vorangetrieben wie kaum jemand anderer. Diese Spuren werden erhalten bleiben.

Knapp zwei Wochen nach dem Tod seiner Frau Annemarie Srb-Rössler, verstarb am Wochenende auch Manfred Srb.

„Mit ihm verlieren wir eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung in Österreich. Manfred Srb hat in sehr deutlicher und die Öffentlichkeit aufklärender Weise als erster Behindertensprecher der Grünen im Nationalrat von 1986 bis 1994 die Interessen von Menschen mit Behinderungen erfolgreich vertreten“, so Mückstein.

So habe Srb als Parlamentarier unter anderem maßgeblich dazu beigetragen, dass ein einheitliches und bedarfsgerechtes Pflegegeld auf den Weg gebracht wurde.

In den 1990er Jahren trat das Ehepaar Srb-Rössler mit anderen Gleichgesinnten sogar in einen zehntägigen Hungerstreik in der Säulenhalle des Parlaments, worauf im Zuge des Bundespflegegeldgesetzes erstmals frei verfügbare Zuschüsse für Pflege- und Assistenzleistungen initiiert wurden.

„Das Ehepaar Srb-Rössler hat die öffentliche Verwaltung mit ihrem breiten Wissen und ihrer persönlichen Erfahrung zum Thema Behinderung über mehrere Jahrzehnte unterstützt. Beide Persönlichkeiten haben in unvergleichlicher Weise zur Fortentwicklung der Behindertenpolitik und zur Stärkung der Menschenrechte in Österreich beigetragen“, unterstreicht Mückstein.

„Meine Gedanken in diesen schweren Stunden gelten ihren Angehörigen und ihrer Familie“.

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