Spiegelgrund: Letzte Opfer werden bestattet

Spät, allzu spät: 57 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde Sonntag am Wiener Zentralfriedhof der Opfer der NS-Euthanasie gedacht, berichtet der Kurier.

Opfer der NS-Zeit
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

„Zu lange wollten wir nicht an die Verbrechen erinnert werden, in die so viele Landsleute verwickelt waren“, sagte Bundespräsident Thomas Klestil vor der Trauergemeinde.

Stellvertretend für tausende Opfer der NS-Euthanasie in Wien wurden zwei Urnen mit den sterblichen Überresten zweier in der Klinik „Am Spiegelgrund“ ermordeter Kinder beerdigt.

„Schuldige zur Verantwortung ziehen“
„Es ist unerlässlich, alle, die damals schuldig geworden sind, im Rahmen des Rechtsstaates zur Verantwortung zu ziehen“, erklärte Klestil vor Überlebenden der NS-Euthanasie und hunderten Trauergästen und Wiens Bürgermeister Michael Häupl entschuldigte sich dafür, dass einer der verantwortlichen Ärzte, Heinrich Gross, nach 1945 vorübergehend Mitglied der SPÖ werden konnte, so die Tageszeitung.

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