Spitzensport auf Topniveau angekommen

Angesichts der Nominierung von Spitzensportlern mit Behinderungen für reguläre Wettkämpfe freut sich der Deutsche Behindertensportverband darüber, dass der Spitzensport von Menschen mit Behinderungen mittlerweile auf Top-Niveau angekommen ist.

Oscar Pistorius
Pistorius, Oscar

Südafrikas „Bladerunner“ Oscar Pistorius wurde von seinem Verband für die kommende Leichtathletik-Weltmeisterschaft der IAAF in Südkorea nominiert. (Siehe auch Bericht der BBC)

Damit ist er der erste Prothesenträger, der bei einer internationalen Meisterschaft der IAAF starten darf.

Der „Sprinter ohne Beine“, wie Pistorius auch genannt wird, blieb bereits am 20. Juli 2011 erstmals in seiner Karriere unter der A-Norm des Weltverbandes. Mit 45,07 Sekunden über 400 Meter qualifizierte sich der Südafrikaner für die Weltmeisterschaft vom 27. August bis 4. September in Daegu (Südkorea).

Pistorius, dem im Alter von elf Monaten wegen eines Gendefekts die Unterschenkel amputiert worden waren, wurde nun auch offiziell vom südafrikanischen Verband für die kommenden Titelkämpfe nominiert und kann dort schon mit der Qualifikation für das Halbfinale neuerlich Geschichte schreiben.

Im Behindertensport ist ihm dies längst gelungen. Der 24-Jährige hat mehrfach Gold bei Paralympics errungen und wird auch 2012 in London starten. Wenn es nach Pistorius geht, bestreitet er im kommenden Sommer nicht nur die Wettkämpfe der Athleten mit Handicap, sondern nimmt zusätzlich auch an den Olympischen Spielen teil, heißt es in einer Presseinformation des Deutschen Behindertensportverbandes.

„Ihm folgt der mehrfache Paralympics-Sieger Jason Smyth aus Irland, der nach seiner erfolgreichen Qualifikation auch von seinem Verband für die WM in Südkorea nominiert wurde. Smyth ist der zweite Athlet mit einer Sehbehinderung nach der Amerikanerin Marla Runyan, der an einer Weltmeisterschaft der IAAF teilnimmt“, so der Deutsche Behindertensportverband (DBS). Der Verband begrüßt die Nominierung der beiden Ausnahme-Athleten.

„Oscar Pistorius ist seit Jahren der herausragende Athlet mit zwei Beinprothesen auf der Kurz- und Mittelstrecke. Er ist aber nicht der erste, wenngleich mit Sicherheit der bekannteste Athlet mit Behinderung, der sich für Meisterschaften eines internationalen Fachverbandes bzw. Olympische Spiele qualifiziert hat. Die Leistungen von Pistorius und Smyth können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden und machen deutlich, auf welchem Top-Niveau der Spitzensportsport von Menschen mit Behinderungen angekommen ist. Ich verspreche mir von der Teilnahme der beiden Ausnahmeathleten an der Weltmeisterschaft zusätzliche Aufmerksamkeit für den Behindertensport und wünsche Oscar Pistorius und Jason Smyth viel Erfolg“, erklärte der Vizepräsident Leistungssport des Deutschen Behindertensportverbandes Dr. Karl Quade.

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