SPÖ distanziert sich von Gross

"zutiefst bedauerliche Tatsache"

Alfred Gusenbauer
SPÖ

In seiner Erklärung „Zur Aufarbeitung des NS-Erbes in der Zweiten Republik“ entschuldigte sich der designierte SPÖ-Vorsitzende Dr. Alfred Gusenbauer am 6. April 2000 bei den Überlebenden und den Angehörigen der Opfer für die Fehler und Versäumnisse seiner Partei.

Er sprach auch die Ermordung behinderter Menschen während der Herrschaft der Nationalsozialisten an. Zur Person des von der SPÖ jahrzehntelang protegierten Mörderarztes Dr. Heinrich Gross merkte er an, daß „für einen Menschen“ wie ihn „nie Platz in der SPÖ und nie Platz in einer medizinischen Anstalt der Zweiten Republik“ sein hätte dürfen.

Gusenbauer bezeichnete es als eine „zutiefst bedauerliche Tatsache“, daß Gross „nach 1945 in einer Weise Karriere machen konnte, für die man sich heute zutiefst schämen muß“. Weiters kündigte Gusenbauer an, daß ein Gespräch mit den Überlebenden des Spiegelgrundes in Vorbereitung sei.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich