SPÖ plant Anschlag auf´s Pflegegeld

Jetzt steht unwiderruflich fest: Die SPÖ will für Pflegegeldbezieher nun endgültig zwangsweise Soziale Dienste einführen und startet dazu sogar erneut eine Sozialschmarotzerkampagne. Ein Kommentar.

SPÖ Zentrale
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Die jüngsten Äußerungen der Wiener Sozialstadträtin, Mag. Sonja Wehsely (SPÖ), im Standard sind der unwiderrufliche Beweis für die Pläne der SPÖ, nach den Wiener Wahlen Bezieher von Pflegegeld zwangsweise dazu verpflichten, einen Teil ihres Pflegegeldes für Soziale Dienste zu verwenden.

Staatliche Zwangsverpflichtung

Hatte es zuerst der Bundeskanzler angekündigt (und danach abgestritten) und im Feber und Mai dieses Jahres der Sozialminister, so steht es ab sofort endgültig fest: Die SPÖ will das – was ihr schon immer ein Dorn im Auge war – nun endgültig realisieren. Sie will, dass die Pflegegeldbezieher entweder ihr ganzes oder zumindest einen Teil des Pflegegeldes dazu verwendet, einen Sozialdienst für die Hilfe zu ordern. Eine staatliche Zwangsverpflichtung also.

SPÖ startet Sozialschmarotzerdebatte

Um das zu erreichen ist der SPÖ jedes Mittel recht. Wehsely schreckt nicht einmal davor zurück, eine erneute Sozialschmarotzerdebatte mutwillig vom Zaun zu brechen, indem sie mit der in ihrer Partei beliebten Behauptung, das Pflegegeld würde für die Finanzierung eines Mopeds für das Enkerl verwendet werden, den Pflegegeldbeziehern sowie ihren Familien eine widmungswidrige Verwendung des Pflegegeldes unterstellt.

Damit reiht sich Wehsely würdig ein in eine Reihe, die von der Haider-FPÖ über die ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Ederer bis zum ÖVP-Abgeordneten Kaltenegger reicht. Wahrlich ein Niedergang der SPÖ.

Die Stadträtin ist überhaupt schlecht informiert. Ansonsten müsste ihr bekannt sein, dass im Zuge von rund 17.000 Überprüfungen des Sozialministeriums in nur 0,03 % der Fälle ein Missbrauch festgestellt worden ist.

Auch müsste sie wissen, dass die Hilfe durch Soziale Dienste bis zum Zehnfachen mehr kostet als das Pflegegeld ausmacht und dass die von ihr propagierten Sozialen Dienste keine bedarfsgerechte Hilfe und Pflege anbieten können.

Lukrative Geschäfte

Viele Menschen in diesem Lande haben den Eindruck, dass manche Politiker deswegen immer wieder so vehement den obligaten Einsatz der Sozialen Dienste fordern, weil sie ihren Parteigenossen, die dort vielfach das Sagen haben, das lukrative Geschäft mit der Pflege zukommen lassen wollen. Denn die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen sind ihnen gleichgültig.

Und wenn die Politikerin jetzt hergeht und meint, sie habe mit ihren Vorwürfen ja nur alte und keine behinderten Pflegegeldbezieher gemeint und daher betreffen sie uns ja gar nicht, dann muss hier klar und eindeutig festgestellt werden: Jeder einzelne haltlose und daher ungerechte Vorwurf betrifft uns alle als Gruppe und daher werden wir auch solidarisch zueinanderstehen. Wir lassen uns nicht auseinander dividieren!

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0 Kommentare

  • Also ist es lt. diversen Poitiker-innen schlecht,wenn daß Pflegegeld in die Wirtschaft zurückfliest.

  • SPÖ: Julius Tandler (forderte Zwangssterilisation etc.), Gross (Spiegelgrund), Rösch, ….
    Gehirne der Spiegelgrund-Ermordeten fanden sich rein zufällig in Räumen des BSS.
    Für die SPÖ (Spiegelgrund-Partei) ist die Frau Schieder eh schon sehr weit. Ihr werdet doch nicht glauben, daß wir in Österreich eine Sozialdemokratische Partei haben. Wir haben nur SPÖ und BSS.

  • Liebe Frau Wehsely!
    Was haben Sie sich dabei „gedacht“, als Sie gestern so einen NONSENS von sich gegeben haben, dass das Pflegegeld für andere Zwecke wie z.B für den Mopedkauf des Enkerls genommen wird?!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Sollte das Pflegegeld in Zukunft wirklich in Sachleistungen umgewandelt werden , sehe ich im wahrsten Sinne des Wortes „schwarz“.
    Dann sind Sie und Ihre ebenfalls UNFÄHINGEN Einflüsterer völlig falsch am Platz!
    Da Sie ja alle zusammen vorhaben das Budget zu sanieren, würden Sie , wenn Sie berechnen (könnten) ausrechnen können, dass diese Massnahme die Sie da planen, das 10 Fache von jetzt kosten würde.- und somit dazu beitragen würde, dass das Budget platzen würde im Gegensatz zu der geplanten Sanierung.
    Da Sie wahrscheinlich ja nicht wissen, dass eine Stunde mobiler Dienst ca.35-40 Euro kostet, und ich als pflegende Angehörige um 1,50 Euro/Stunde zu pflegen habe, haben Sie jetzt die Möglichkeit, sich auszurechnen, was dann so ein Pflegeaufwand von 180 Stunden /Monat kostet.
    Frau Wehsely schämen Sie sich mit Ihren kranken Denkweisen an die Öffentlichkeit zu gehen, und fangen Sie das nächste MAl zu rechen und zu überlegen an, bevor Sie nochmal den Mund aufmachen zu Themen, wovon Sie aber wirklich keine Ahnung haben!
    Kommen Sie am Besten zu mir nach Hause, dann kann ich Ihnen eine Nachhilfestunde in Rechen geben. Da werden Sie schön schauen, was ich Ihnen vorrechne!
    Die Rechnung die wir beide da gemeinsam ausrechnen werden ist:744 MAL 40 und sagen Sie dann nicht, dass der Pflegeaufwand den ich „berechne“ zu hoch ist!

  • ich habe frau wehsely bis jetzt für eine urbane, aufgeschlossene politikerin gehalten. diese meinung muß ich jetzt revidieren. ihr ausspruch zeugt von einem kaum überbietbaren maß an dummheit, ignoranz und bösartigkeit. man lernt eben nie aus. manfred srb hat recht. mehr denn je ist das pflegegeld, das heißt, das bißchen selbständigkeit, das wir uns erkämpft haben, in gefahr. und wieder kommt von der hauptangriff von der sozialdemokratie. ist ekel, hass und abscheu vor behinderten menschen der grund?

  • Da merkt man wieder einmal, dass diejenigen, die über dieses Thema entscheiden, von tuten und blasen absolut keine Ahnung haben…

    Kann nicht einmal wer von denen fragen, wie es den Betroffenen geht, wenn sie das hören?! Was es für sie bedeuten würde, sollte es zu einer Umsetzung in dieser Form (Pflegegeld für soziale Dienste verwenden) kommen?!

  • Gibt es noch immer keine Therapie für Sachleistungs-Zwangsgedanken? Der Realitätsverlust der Betroffenen nimmt schon dramatische Formen an!
    Ich wiederhole mich (www.bizeps.or.at/news.php?nr=11327#fid12533): Ein Ersatz des Pflegegeldes, auch nur teilweise, durch Sachleistungen ist absoluter Nonsens, weil eine „arbeitsrechtliche“ Arbeitsstunde etwa das 5- bis 10- fache einer informellen Stunde kostet, bzw. sogar das 10- bis 30- fache dessen kostet, was das Pflegegeld abdeckt. Bei völligem Ersatz der Geldleistungen durch Sachleistungen würden für das Pflegesystem, schon alleine mit dem durch die PG-Einstufung zuerkannten Stundenbedarf, mehr Mittel aufzuwenden sein, als derzeit für das gesamte Gesundheitssystem aufgewendet wird. Bei allen arbeitsmarktpolitischen Versuchungen, wie soll das gehen, in der Schuldenkrise?