SPÖ-Regner: Raus aus der Sackgasse – Menschen mit Behinderungen brauchen echte Inklusion!

EU-Parlament fordert Überarbeitung der EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

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Europäische Union

Am 27. November 2025  hat das Europäische Parlament einen Initiativbericht angenommen, mit dem die Europäische Kommission aufgefordert wird, die bestehende EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu überarbeiten und mit ambitionierteren Zielen auszustatten.

Zwar wurden in den vergangenen Jahren bereits wichtige Fortschritte erzielt, etwa durch die Einführung des EU-Behindertenausweises und des einheitlichen EU-Parkausweises, doch bestehen weiterhin erhebliche strukturelle Barrieren, die Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren.

SPÖ-EU-Abgeordnete und Mitglied im Beschäftigungsausschuss Evelyn Regner betont: „Europa ist noch immer weit davon entfernt, echte Inklusion für Menschen mit Behinderungen zur Realität zu machen. Hunderttausende Menschen stoßen weiterhin tagtäglich auf unsichtbare Mauern in der Arbeitswelt, bei der Ausbildung oder in der Gesundheitsversorgung. Dabei hat jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Würde und Selbstbestimmung. Ein wesentlicher Schlüssel hierfür ist wirtschaftliche Unabhängigkeit. Doch genau diese ist für viele Menschen mit Behinderungen bis heute nicht erreichbar. Sie haben deutlich schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt, stoßen auf Vorurteile, fehlende Barrierefreiheit und unzureichende Unterstützungssysteme. Deshalb braucht es gezielte Förderprogramme, um Menschen mit Behinderungen den Weg in reguläre Beschäftigung zu ermöglichen. Ein Vorbild dafür ist die EU-Jugendgarantie, die seit ihrer Einführung Millionen jungen Menschen Perspektiven eröffnet und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt spürbar verbessert hat. Ein vergleichbar ambitionierter europäischer Ansatz ist auch für Menschen mit Behinderungen dringend notwendig.”

Regner weiter: „Gleichzeitig braucht es ein klares Ende von Sonderstrukturen wie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Dort arbeiten viele Betroffene oft für ein geringes ‚Taschengeld‘ und ohne reale Perspektiven auf einen regulären Arbeitsplatz. Statt Menschen mit Behinderungen zu fördern, halten Werkstätten sie systematisch klein. Das ist eine Sackgasse mit System, die wir endlich aufbrechen müssen. Wenn wir Inklusion ernst meinen, brauchen wir einen grundlegenden Perspektivwechsel. Menschen mit Behinderungen sind Menschen wie wir alle: Individuen mit Rechten und Träumen!“

Siehe: Österreichischer Behindertenrat

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  • Regina Vavra , Antworten

    30.11.2025, 07:26

    Ich gebe meinem Vorposter recht, in Wien wird gerade alles gestrichen. Projekte werden gestrichen, usw.
    EU Behindertenausweise ok, nicht nur reden, TUN!

  • Robert Müller , Antworten

    27.11.2025, 19:33

    Das ist jetzt aber ein Scherz von Frau Evelyn Regner?
    In Staßburg und Brüssel schöne Worte rausposaunen und in Österreich mit der Kettensäge das Sozialsystem zurechtschneiden. Zynischer kann man das rüchsichtslose Kürzen von FSW und SMS im Sozialbereich wohl kaum kommentieren!

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