Bauplan mit Zirkel

Srb: „Vieles wird von der Qualität der Bearbeitung abhängen“

Neues Service bei wien.at: Meldung von Barrieren

Seit der ersatzlosen Auflösung der stadteigenen Beratungsstelle für barrierefreies Planen und Bauen zu Beginn des Jahres 2005 führte dieser Bereich in Wien ein Schattendasein.

Nun soll ein neuer Anlauf genommen werden. Ein barrierefrei programmiertes Meldeservice (www.barrierefreiestadt.wien.at) soll es behinderten Menschen ermöglichen, Barrieren in Wien zu melden, die dann beseitigt werden sollen.

„Dieses stellt einen weiteren Baustein für behindertengerechte Planung im öffentlichen Raum dar“, erläutert Gemeinderat Prof. Ernst Pfleger in der Rathauskorrespondenz am 6. Juli 2006.

BIZEPS-Forderung erfüllt

BIZEPS forderte am 18. März 2006: „Eine der wichtigsten Verbesserungen des Service wäre es, diesen in den Bereich von wien.at zu übernehmen, da erstens Barrierefreiheit grundsätzlich in den Bereich der Stadt fällt und zweitens dort das Niveau der barrierefreien Programmierung von Internetseiten ein weit höheres ist und an diesem Thema professionell gearbeitet wird.“ Diese Forderung ist nun erfüllt worden.

Der, am 6. Juli 2006 offiziell vorgestellte, neue Service klingt viel versprechend. „Vieles wird aber von der Qualität der Bearbeitung dieser Meldungen abhängen und auch davon, ob wirklich der politische Wille vorhanden ist, diese Barrieren zu beseitigen“, hält DSA Manfred Srb, Bauexperte von BIZEPS, fest.

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0 Kommentare

  • Masterplan und Prioritätenerstellung:
    Wenn in etwas mehr als neun Jahren das Bundes-Behinderten-Gleichstellungsgesetz das Land Wien zwingen wird, für einen barrierefreien öffentlichen Raum zu sorgen, müsste es eigentlich schon längst einen Masterplan geben – mit Prioritäten und Qualititätskriterien. Auf diese Weise werden zunächst jene Barrieren beseitigt, die viele Menschen betreffen (Schulen, öffentliche Gebäude, Seniorenheime, Arztpraxen, Hauptstraßen etc.). Nunmehr hat die Stadt Wien mit der neuen Homepage ein weiteres Kriterium für Prioritäten, das sie bei der Erstellung eines Masterplanes verwenden kann.
    Statistische Erfassung und Nachhaltigkeit:
    In den letzten Jahrzehnten sind an Kreuzungen, Fußgeherübergängen und Haltestellen die unterschiedlichsten Gehsteigabsenkungen entstanden.
    Es gibt keine exakten Daten über die Qualität der jeweiligen Absenkungen.
    Da für einen Großteil der Betroffenen Absenkungen mit mehr als 3 cm Gehsteigkante nicht benutzbar und eine Vielzahl von Gehsteigabsenkungen aber veraltet und technisch überholt sind (indem sie Kanten von bis zu 8 cm haben), ist eine aktuelle statistische Erfassung notwendig.