Stadträtin lehnt ÖAR-Einladung ab

Jedoch nicht ohne auf ihren Vorurteilen zu beharren

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Wiens Sozial- und Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely kenne die Situation der Pflegegeldbezieherinnen und -bezieher sehr wohl, das Zitat in der Tageszeitung „Der Standard“ vom 16. September sei aus dem Zusammenhang gerissen und daher sehe man keinen Bedarf, der Einladung der ÖAR, sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen, nachzukommen.

Die Stadträtin gehe immer wieder in Einrichtungen und spreche dort mit den Menschen. Sie sei also wirklich unterrichtet, betonte man seitens des Büros der Stadträtin. Allerdings wurde im selben Gespräch angemerkt, dass es die Variante „Moped-fürs-Enkerl“ sehr wohl gäbe, aber „ohnehin eher“ bei den Stufen 1 und 2.

Konkrete Beispiele wurden nicht genannt und auch der Hinweis, dass ja etwa der österreichische Pflegevorsorgebericht 2008 darauf verwies, dass bei im Rahmen der Qualitätssicherung durchgeführten Hausbesuchen der pflegerische Gesamteindruck mehrheitlich mit „sehr gut“ und „gut“ beurteilt wurde, fruchteten nicht. Wehsely bleibt also bis jetzt den Beweis für ihre Behauptung schuldig.

Da die ÖAR aber sehr wohl Interesse an der Aufklärung von Mißbrauchsfällen hat, wird die Stadträtin auf diesem Weg ersucht, die ihr bekannten konkreten Fälle zu nennen. Die ÖAR würde in diesem Fall selbstverständlich aufklärend und beratend zur Seite stehen und den Moped-Fuhrpark fotografisch dokumentieren.

ÖAR/ÖZIV-Präsident Dr. Klaus Voget jedenfalls hält fest: „Wenn einschlägige Studien oder Berichte, die die einwandfreie Verwendung des Pflegegeldes nachweisen, nicht gelesen oder verstanden werden, dann wird die ÖAR auch weiterhin in Form einer Nachhilfe anbieten, dass sich der betreffende Politiker oder die betreffende Politikerin persönlich ein Bild von der Lage macht.“

Und abschließend: „Wir rufen weiterhin alle engagierten Menschen auf, auf der Plattform www.pflegegeld-retten.at ihren Unmut gegen Sparpläne beim Pflegegeld kundzutun.“ In Kürze wird die Seite auch mit einem Video in ÖGS“ versehen werden.

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0 Kommentare

  • Nachholbedarf sehe ich vor allem auch hinsichtlich der Antwort auf Hrn. Fischers offenen Brief. Nachzulesen im nächsten Online-NL auf Bizeps. Alles Herausrederei – die SPÖ zum Vergessen.

  • Aber vielleicht hat das Enkerl vorher den Haushalt regelmäßig versorgt, sich um den Einkauf gekümmert oder sonstige lebenswichtige Dinge erledigt. Dann darf es aber auch ein Zuschuss zum Moped sein. Denn das hat sich das Enkerl auch verdient. Im Pflegegeldgesetz steht nichts davon, dasz man sich fürs Geld Volkshilfe oder andere kommen lassen musz. Im übrigen gilt sowieso: Wir wollen keine Pauschalen. Wir wollen die Abgeltung der Kosten für bedarfsgerechte Persönliche Assistenz.

  • SPÖ: Julius Tandler (forderte Zwangssterilisation etc.), Gross (Spiegelgrund), Rösch, ….
    Gehirne der Spiegelgrund-Ermordeten fanden sich rein zufällig in Räumen des BSS.
    Für die SPÖ (Spiegelgrund-Partei) ist die Frau Schieder eh schon sehr weit. Ihr werdet doch nicht glauben, daß wir in Österreich eine Sozialdemokratische Partei haben. Wir haben nur SPÖ und BSS.

  • Lieber Anonymer Forumsbenützer! Schön langsam wundert mich wirklich nicht mehr, dass Sie sich nur anonym zu schreiben „trauen“, weil wegen den Verleumdungen, die Sie beinahe tagtäglich in den Raum stellen und die auch sämtliche Leute in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis ansprechen dürften können Sie sich natürlich nicht erlauben, Ihren Namen zu „zeigen“.
    ist es Hass, Groll oder etwa sogar Neid, das ich da bei Ihren „Meldungen“ herauslesen kann?
    Würden Sie wirklich aus eigener Erfahrung wissen wovon Sie da schreiben , und aber ziemlich viel FALSCH darstellen und somit wieder viele Betroffene als „Zusatzverdiener“ /weil Pflegegeldbezieher bezeichnen , würde ich Sie wirklich gerne einladen, einmal eine Woche einen schwerst-pflegebedürftigen Menschen alleine zu betreuen und dann könnten Sie sehen dass aufgrund UNWISSENHEIT war, dass Sie es deswegen so falsch darstellten!
    Schämen Sie sich!!!!!!!!!!

  • @anonym (21:44 Uhr) Das was Fr. Stadträtin Wehsely angesprochen hat, zumindest so, wie es herübergekommen ist, basiert auf Irrtümern und Übertreibung eines zu vernachlässigenden Problems, wofür es ohnehin eine vorhandene Regelung im BPGG gibt (§20).
    Bitte konkretisieren Sie Ihre Äusserung, das „weiß doch ohnehin jeder“. Meinen Sie den Mopedumsatz, der mit dem Pflegegeld gemacht wird oder was? Und warum verstecken Sie eigentlich Ihre Identität, stehen Sie nicht zu Ihrer Meinung?

  • Das, was Fr. Wehsely angesprochen hat, weiß doch ohnehin jeder, nur traut es sich keiner aussprechen. Warum eigentlich nicht? Offensichtlich, weil man Angst haben muss, verfolgt zu werden.

  • @anonym (21:08 Uhr): Sie haben obigen Artikel und die Intentionen der ÖAR in dieser Angelegenheit ganz offensichtlich falsch verstanden. Es geht von der ÖAR keine Gefahr aus. Zu Ihrer Unsicherheit betreffend Verwendung des Pflegegeldes durch pflegende Angehörige lesen Sie zur Beruhigung diese Ausführungen http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=11647#fid13426 die übrigens auch die ÖAR immer wieder betont und klar machen möchte.

  • Warum hat die ÖAR, die ich sicher nicht in meine Wohnung lasse, Interesse daran, Mißbrauchsfälle, aufzudecken. Außerdem, ist es wirklich Missbrauch, wenn ich versuche trotz unzureichenden Pflegegeldes in der eigenen Wohnung zu bleiben, und zwar mit Hilfe der Angehörigen, die mich unterstützen????

  • Frau Wehsely kennt die Situation der Pflegegeldbezieherinnen und -bezieher sehr gut, sucht sie in unserem Bezirk doch immer wieder den Kontakt zu unseren Behindertenvereinen und erkundigt sich.

    Wenn man sich in den Vereinen so unterhält, dann kennt JEDER viele Beispiele, wo das Pflegegeld, wenn auch nicht gerade für ein Moped, für Angehörige verwendet wird. Was ja auch klar ist. Sind es doch unsere Angehörigen, die es uns ermöglichen, in unserer gewohnten Umgebung zu bleiben. Denn professionelle Hilfe werde ich mir um € 3,– Pflegegeld pro Stunde wohl kaum kaufen können.

    Deshalb verstehe ich auch nicht, dass die ÖAR dies unterstützt sowie aufklärend und beratend zur Seite stehen möchte. Ich sehe darin auch keinen Mißbrauchsfall, sondern Hilfe zur Selbsthilfe!


  • Sozialstadträtin Wehsely war es, die sich für die in Wien eingeführte Pflegegeldergänzungsleistung nicht nur persönlich eingesetzt, sondern diese auch umgesetzt hat, um die uns ALLE anderen Bundesländer beneiden. Auch wenn sie gewisse Dinge öffentlich anspricht, die aufgrund der Pflegekaufkraft ohnehin für jeden selbsterklärend sind, wird sie doch niemanden auf Zuruf vernadern!

  • @anonym (der vom Merkur? ;-) der Beitrag klingt irgendwie so…) Meinen Sie wirklich, dass es zweckdienlich ist, gerade bei Themen wie dem Pflegegeld, wo´s ja im konkreten Fall darum geht, mit alten Vorurteilen endlich aufzuräumen, mit ebenso alten Vorurteilen auf den Organisator der Pflegegeld-Plattform zu kontern? Ist das Ihr Beitrag zu einem konstruktiven Miteinander, das gerade jetzt so notwendig wäre??

  • Zur Erinnerung: Die ÖAR vertritt angeblich 400.000 Menschen der mit unterschiedlichsten Behinderten und Erkrankungen. Nur leider entsteht eben permanent der Eindruck, das man primär nur für die gehbehinderten Menschen da ist. Beispiele dafür en masse. Heutiger Anlass der Kritik: Der Weltalzheimertag.