Standard-Artikel tendenziös

Artikel enthält viele Unrichtigkeiten

Leserbrief zum Artikel von Eva Linsinger „Schwarzmarkt stoppen“ im Standard vom 18. Jänner 2003.

Alle Studien (incl. Badelt) belegen, daß das Pflegegeld außerordentlich effizient und treffsicher verwendet wird („Pflege in 97% der Fälle in ausreichender und sachgerechter Form“), die Pflegevorsorge ist seinerzeit nicht „überhastet“ eingeführt worden, vielmehr dauerte es mehrere Jahre, bis das Gesetz im Jänner 1993 endlich im Parlament beschlossen worden ist.

Der Bedarf wurde seinerzeit nicht „völlig falsch“ (weil zu niedrig) eingeschätzt, vielmehr ist der Mehraufwand ziemlich richtig eingeschätzt worden (siehe Bericht des BMSG für das Jahr 2000) und daher kommt das Pflegegeld auch nicht „viel teurer … als erwartet“ sondern kostet sogar noch etwas weniger.

Wenn die Sachleistung „Pflegescheck“ anstelle der Geldleistung zum Einsatz kommt und die Arbeit von sogenannten professionellen Anbietern geleistet wird (werden muß), dann heißt das in keiner Weise, daß damit sichergestellt ist, daß die Arbeit besser gemacht werden wird als von „Nichtprofessionellen“ – es heißt aber in jedem Fall, daß sie ungleich teurer kommt („professionelle“ Anbieter sind fünfmal teurer) und daß sie mangels geeigneter Strukturen nicht gemacht werden kann – Ergebnis: pflegebedürftige ältere und behinderte Menschen laufen noch mehr Gefahr, in ein Pflegeheim abgeschoben zu werden …

Bereits jetzt können sich (pflegende) Familienangehörige nach § 77a ASVG begünstigt weiterversichern.

Eine ganze Personengruppe pauschal zu verdächtigen ohne sich vorher zu informieren, ist schon mehr als unfair und fahrlässig und eines STANDARD nicht würdig. Mehr STANDARD bitte!

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0 Kommentare

  • Gut und prägnant ausgeführt! BRAVO!

  • Wie vieler Leserbriefe bedarf es, bis Frau Linsinger die Augen aufgehen?