Steiermark: Arztfahrten zu horrenden Preisen

Mit Entsetzen mußte die ÖAR zur Kenntnis nehmen, daß die Steiermärkische Gebietskrankenkasse die Selbstbehalte für Arztfahrten drastisch erhöht.

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Ab März 2001 müssen Personen, die aufgrund ihrer Behinderung auf einen Krankentransport bei einem Arztbesuch angewiesen sind 112,– S pro Fahrt bezahlen. Das entspricht einer Kostensteigerung von 100 %. Personen, die liegend transportiert werden müssen, zahlen ab Juni 2001 den Betrag von 112,– S.

„Damit nimmt die Gebietskrankenkasse Steiermark eine unrühmliche Vorreiterrolle im Schröpfen behinderter Menschen ein“, so Anne Marie Wicher, Vizepräsidentin der ÖAR. „Es ist ein Skandal, wenn Gebietskörperschaften auf Kosten behinderter Menschen, denen keine andere Beförderungsmöglichkeiten zugänglich sind, ihr Budget sanieren“, so die Vizepräsidentin.

Die ÖAR, Interessenvertretung behinderter Menschen, fordert die Gebietskrankenkasse Steiermark dazu auf, umgehend die geplante Erhöhung der Selbsthalte zurückzunehmen. Weiters fordert die ÖAR, daß sich die steiermärkische Krankenkasse an anderen Krankenkassen orientiert und den Selbstbehalt bei Arztfahrten zur Gänze streicht.

„Es ist nicht einzusehen, daß behinderte Menschen, die auf Arztfahrten angewiesen sind, dafür horrende Preise zahlen müssen. Im übrigen widerspricht dieses der in der Verfassung verankerten Gleichstellungsklausel“, so Wicher abschließend.

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