Sterbehilfe: Was wäre wenn?

Profil befragt Abgeordnete zum Thema Sterbehilfe.

Sterbehilfe
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Frage 1: Können Sie sich eine Legalisierung von aktiver Sterbehilfe vorstellen?
Frage 2: Können Sie es sich vorstellen, selbst aktive Sterbehilfe zu verlangen?

Dr. Elisabeth Pittermann, Ärztin, SPÖ-Abgeordnete

„Nein, weil sie in meinen Augen völlig unnötig ist. Leben hat auf jedem Niveau seinen Wert.“

„Nein. Ich würde es keinem Menschen zumuten, damit fertig zu werden, jemanden anderen getötet zu haben.“

Theresia Haidlmayr, Grünen-Behindertensprecherin

„Nein. Aktive Sterbehilfe bedeutet nichts anderes, als daß sich die Gesellschaft ihrer Verantwortung entzieht.“

„Nein. Wenn es mir schlechtgeht, verlange ich Schmerztherapie und Sterbebegleitung, aber niemals Sterbehilfe.“

Klara Motter, LIF-Gesundheitssprecherin

„Ja. Weil für mich die Würde des Sterbens zu meinem Leben gehört.“

„Ja. Ich möchte die Gewißheit haben, daß ich das für mich freiwillig entscheiden kann.“

Harald Ofner, FPÖ-Justizsprecher

„Nein. Aus ethischen Gründen – wegen der Gefahr des Mißbrauchs.“

„Ja. Aber es ist generell unzulässig, zwischen einem Einzelschicksal und einer generellen Norm eine Verbindung herzustellen.“

Walter Guggenberger, SPÖ-Gesundheits- und Behindertensprecher

„Nein. Die aktive Sterbehilfe überschreitet eine ethische Demarkationslinie.“

„Nein. Wenn ich etwas generell ausschließe, muß ich es auch für mich ausschließen.“

Dr. Günther Leiner, ÖVP-Gesundheitssprecher

„Ein Nein ohne Ausnahmefälle zur aktiven Sterbehilfe. Bei der passiven Sterbehilfe sollte der Arzt nicht allein gelassen werden.“

„Ich selbst wünsche mir eine Hospizbegleitung, aber unter keinen Umständen aktive Sterbehilfe.“

Dr. Michael Graff, Rechtsanwalt, ÖVP

„Ja, aber nur, wenn die Zustimmung des Betroffenen sichergestellt ist.“

„Ich kann mir das nur in extremen Schmerzsituationen vorstellen.“

Dr. Alexander Van der Bellen, Grünen-Sprecher

„Zuallererst brauchen wir den Ausbau der Hospizplätze und Einstieg in die Schmerztherapie. Hier haben wir einen starken Nachholbedarf.“

„Vielleicht werde ich mir einen Zettel beschaffen, auf dem steht: Es ist mein ausdrücklicher Wunsch, nicht unter allen Umständen am Leben erhalten zu werden.“

Helene Partik-Pablé, FPÖ-Behindertensprecherin

„Ja. In einer Situation, in der der Mensch nur mehr leidet, soll aktive Sterbehilfe möglich sein. Das muß aber in einer Art Vermächtnis festgelegt sein.“

„In einer völlig aussichtslosen Situation würde ich aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen.“

Dr. Jörg Haider, FPÖ-Obmann

„Ich bin da vorsichtig, weil ich davon ausgehe, daß alles, was da im Rahmen des Rechtlichen eingeräumt wird, die Gefahr des Mißbrauchs in sich birgt.“

„Darüber habe ich eigentlich noch nicht nachgedacht. Wenn dir heute etwas passiert, ist es ohnehin aus. Und ich denke eigentlich nicht an dieses Ende.“

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