Straßenverkehrszeichen und andere Hindernisse

Für FußgängerInnen und RadfahrerInnen sind zu niedrig montierte Straßenverkehrszeichen gefährlich.

Verkehrszeichen als Falle
Kremser, Wolfgang

Im § 48 „Anbringung der Straßenverkehrszeichen“ der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist dies genau festgelegt (bei Anbringung am rechten Fahrbahnrand 0,60 m bis 2,20 m über Grund).

Weshalb wird auf Geh- und Radwegen die maximal zulässige Montagehöhe der Straßenverkehrsordnung von 2,20 m nicht ausgeschöpft, um Verletzungen zu vermeiden?

Auf Gehwegen wird die Gehsteigbreite durch parkende Autos und andere Hindernisse (wie z. B. auch Standsäulen von Verkehrszeichen) oftmals derartig eingeengt, daß nicht genügend Platz für die Durchfahrt von Kinderwagen oder Rollstühlen bleibt (weniger als 1,20 m Restbreite). Die betroffenen Personengruppen müssen an diesen Stellen gezwungenermaßen auf die Fahrbahn ausweichen und setzen sich dadurch unzumutbaren Gefahren aus.

Hindernisse, die nicht bis zum Boden reichen (z. B. Postkästen, Werbung und Geschäftsschmuck jeglicher Art, Verkaufsständer und dgl., zu tief hängende Markisen, zu niedrig montierte Straßenverkehrszeichen usw.) können von hochgradig sehbehinderten und blinden FußgängerInnen mit dem Blindenstock nicht ertastet werden, ein ungebremstes Hineinlaufen in das Hindernis ist meist die Folge. Bei der Post scheint die ÖNORM B 1600 bezüglich der Montage von Briefkästen auch völlig ignoriert zu werden.

Was würden AutofahrerInnen sagen, wenn sie auf der Fahrbahn wegen Hindernissen ständig Slalom fahren müßten und bei Unachtsamkeit möglicherweise das Autodach auch noch beschädigt würde? Undenkbar wäre das!

Anzustreben ist weiters, die ÖNORM V2104 Baustellenabsicherung als verbindlich zu erklären. Diese ÖNORM steht vor dem Gründruck (1. Quartal 1999) und beschreibt die Absicherungsmaßnahmen bei Baustellen, im speziellen für behinderte Menschen.

Auch wäre es an der Zeit, daß endlich die Bestimmungen der ÖNORM B 1600 umgesetzt werden: Mehr als 15 cm von einer Wand (bzw. Montageeinrichtung) vorspringende Hindernisse (z. B. Postkästen, Schauvitrinen usw.) sind mit Rahmen oder Bügeln mit einer maximal 20 cm über dem Grund liegenden Querstange auszustatten, um das Unterlaufen mit dem Blindenstock zu verhindern.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.