28. Woche 2026 – Gebärdensprachdolmetschung im ORF in völlig neuem Design
Das neue Studio, aus dem die Aufnahmen mit den Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetschern gesendet werden, kommt bei Sendungen mit ÖGS zum …
Beate Firlinger berichtete in ihrem Referat "Medienzugang für alle: Gewinn für alle?" bei der Veranstaltung "Warum barrierefreies Internet?" von "accessible media" am 12. Oktober 2006 in Wien über die Ergebnisse einer einschlägigen Studie.
Der Verein MAIN_Medienarbeit Integrativ führt ein Sensibilisierungs- und Vernetzungsprojekt mit den Namen „GEGEN UNFAIR. Für barrierefreie Kommunikation“ durch.
Bei diesem Sensibilisierungs- und Vernetzungsprojekt geht es darum, „Medien, Unternehmen und Kultureinrichtungen anzuregen, ihre Informations- und Kommunikationsangebote zugänglicher und inklusiv zu gestalten“, erläutert Firlinger.
MAIN wollte wissen, wie Menschen mit Behinderungen und wie Fachleute in Medien und Unternehmen die Möglichkeiten und Grenzen barrierefreier Information und Kommunikation sehen.
Um dies zu erfahren, haben sie das „Institut Karmasin.Motivforschung“ mit der Durchführung einer qualitativen Untersuchung beauftragt. Die Studie „Mediennutzung ohne Barrieren“ dient ihnen dabei als Bestandsaufnahme und Argumentationsgrundlage, berichtet die Vortragende bei der Veranstaltung von „accessible media“.
Öffentlich präsentiert wurde die Studie „Medienzugang für alle: Gewinn für alle?“ im Juni 2006 bei MAIN.
„Die Befragung erfolgte in ganz Österreich und es gab zwei Befragungsrunden“, hält Firlinger fest und führt weiter aus: „Die erste Befragungsrunde widmete sich der Zielgruppe Menschen mit Behinderungen. Die Antworten aus dieser ersten Runde dienten dann als Basis für den zweiten Untersuchungsschritt, bei dem es um die Sichtweisen von Fachleuten in Medien und Unternehmenskommunikation ging.“
Aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen wurde festgehalten:
„Daran zeigt sich auch, wie wichtig Veranstaltungen wie die heutige zum Thema barrierefreies Internet sind“, meint Firlinger.
Aus der Sicht von Unternehmen wurde festgehalten:
„Die rechtlichen Bestimmungen des am 1. Jänner 2006 in Kraft getretenen Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes sind wenig präsent„, resümiert Firlinger. Die Studie hält zu diesem Punkt fest:
„Das Wissen der befragten Fachleute in den Medien und Unternehmen zur Gesetzeslage im Bereich Barrierefreiheit und barrierefreie Kommunikation ist generell sehr niedrig“, hebt sie hervor und schlägt vor: „Eine detaillierte Aufklärung über die neuen rechtlichen Grundlagen wäre daher ein wichtiger Ansatzpunkt.“
Die Vorbehalte, eine Website barrierefrei zu gestalten, liegen laut Studie eher auf einer emotionalen als auf einer faktischen Ebene, berichtet die Expertin von MAIN.
Das Klima für Veränderungen in Richtung Ausbau alternativer und ergänzender Informations- und Kommunikationsangebote für Menschen mit Behinderungen „ist grundsätzlich positiv“, so Firlinger, die abschließend festhält: „Der Zug fährt in Richtung barrierefreie Informationsgesellschaft, der Weg ist aber noch ein weiter.“
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Das neue Studio, aus dem die Aufnahmen mit den Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetschern gesendet werden, kommt bei Sendungen mit ÖGS zum …