Täglich alles: „Behinderte gehen für ihre Rechte auf die Strasse“

Hier ein kurzer Auszug der Berichte unserer Aktion vom 5. Mai 1994.

Demonstration Kulturstadt Wien für alle
BIZEPS

Kronen Zeitung:

„Mit einem Marsch haben zahlreiche Behinderte die fehlenden Rollstuhl-Einrichtungen in vielen Kinos (nur 12 von 99 sind für sie zugänglich) und Theatern der ´Kulturstadt´ Wien protestiert.“

Presse:

„Am gestrigen Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen fand auch in der Wiener Innenstadt am Nachmittag ein Protestmarsch statt; … Bizeps verlangt, künftig nur noch jene Kultureinrichtungen zu fördern, die auch für alle Menschen zugänglich sind.“

Wiener Zeitung:

„Keine Kultur für Behinderte? Groteskerweise seien nämlich in den letzten Jahren verschiedentlich sogar Verschlechterungen eingetreten. So sind zahlreiche Kinos nach Umgestaltungen zu Kinocenters für Rollstuhlbenützer nicht mehr zugänglich.“

Neue Zeit:

„Behinderte Menschen würden in Wien immer noch in weiten Bereichen vom gesellschaftlichen und kulturellen Leben ausgeschlossen ….“

Täglich alles:

„Behinderte gehen für ihre Rechte auf die Straße. Das Behindertenberatungszentrum bizeps will diese Diskriminierung endgültig abstellen.“

Salzburger Nachrichten:

„Die Betroffenen selbst hatten zu einer Demonstration aufgerufen, um darauf aufmerksam zu machen, daß die Mehrzahl der Kulturstätten in Wien für behinderte Menschen nicht zugänglich ist.“

Falter:

„Kulturlos im Rollstuhl – Für Rollstuhlfahrer sin in den meistens Wiener Theater und Kinos weder Plätze noch Zufahrtsmöglichkeiten.

Als Schwerpunkt ihres Protestes wählten die Veranstalter den Kulturbereich. Vertreter einer Gruppe von ca. 80 Demonstranten – Körperbehinderte, vor allem Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte und deren Begleiter – …“

Rathauskorrespondenz:

Kulturstadträtin Pasterk ließ verlautbaren: „Da in diesem wichtigen Bereich nicht nur über legistische Maßnahmen eine Verbesserung zu erreichen sein, habe Sie einen Teil des Baubudgets der Kulturabteilung, rund 5 Millionen Schilling innerhalb eines Jahres, ausschließlich für behindertengerechte Ausstattung von Kultureinrichtungen zweckgebunden.“

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich