Tagung Inspiring Stars in Wien

Um Inklusion zu fördern und blinden und sehbeeinträchtigten Menschen die Welt der Astronomie zugänglich zu machen, initiierte die „International Astronomic Union“ (IAU) die Ausstellung „Inspiring Stars“.

Aus Watte und Sand dargestellter Nebel der Galaxien, der sogenannte Helix-Nebel
Hilfsgemeinschaft

Am 22. August 2018 gastierte die internationale Wanderausstellung im Vienna International Center; BIZEPS berichtete. In Kooperation mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs bot die Ausstellung ein vielfältiges Programm an hochrangigen Vortragenden und innovativen Informationsmaterialien.

Die Besucherinnen und Besucher konnten mittels taktilen 3D-Planeten, multisensorischen Teleskopen und Audiodateien in die Welt der Astronomie eintauchen. Doch ebenso die mit einfachsten Mitteln gestalteten Objekte, ließen das Weltall für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen greifbar werden.

„Astronomie unterscheidet sich von anderen Wissenschaften, da Astronomie den Background der Menschheit begründet“, erklärte Generalsekretär der IAU Pietro Benvenuti und fuhr fort: „Der Fortschritt der Wissenschaft müsse nicht nur mit allen Menschen geteilt werden, er werde sogar maßgeblich von Menschen mit einer Behinderung initialisiert und angetrieben. Nicht der Durchschnittsmensch habe die Fähigkeiten die Gesellschaft zu verändern, sondern vor allem Menschen mit einer Behinderung.“

Das wichtige Forschungsergebnisse bereits in der Vergangenheit von Menschen mit einer Behinderung geliefert wurden, zeigte ein Speaker der Tagung – Gerhard Jaworek.

Bereits Galileo Galilei und Johannes Kepler, beide litten im Laufe ihres Lebens an einer starken Sehbeeinträchtigung, mussten Barrieren durchbrechen, um ihrem natürlichen Wissensdurst und Entdeckungsdrang nachzugehen.

Auch Gerhard Jaworek selbst, der als Accessibility Consulter im Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) arbeitet, ist blind. Immer wieder, so erzählt er den interessierten Besuchern der Tagung, wird er gefragt, wie ein blinder Astronom seiner Arbeit nachgehen kann.

„Wie kann das ein Sehender?“ antwortet Jaworek stets humorvoll auf diese Frage. „Schließlich sind nur 4 Prozent des Weltalls sichtbar und schwarze Löcher auch für Sehende nicht zu sehen.“ Somit bietet Astronomie die beste Basis für eine gelungene und gelebte Inklusion.

Tastbare Darstellung des elektromagnetischen Spektrums
Hilfsgemeinschaft
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