Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren!

Wofür entscheidet sich die Bildungspolitik? - Wie Zeitgenössischer Tanz in Schulen wirkt und nebenbei Inklusion vorlebt.

Das Künstler_innen-Team Cornelia Scheuer und Lau Lukkarila zeigen die
MAD/Hans Schubert

In Österreich wird Kindern und Jugendlichen während ihrer Schulzeit der realistische Blick genommen, die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Ausprägungen von Diversität in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Der gesamte „Lehrkörper“ Österreichs ist alles andere als repräsentativ. Unter den ca. 128.000 PädagogInnen im österreichischen Schulwesen finden sich, wenn es hochkommt, 400 LehrerInnen mit einer Behinderung (präzisere Zahlen waren nicht in Erfahrung zu bringen, siehe Nationaler Bildungsbericht 2018, Band 2, Seite 69).

Wendet man das Behinderteneinstellungsgesetz auf diese wichtige Berufsgruppe an, fehlen 3.000 bis 4.000 PädagogInnen mit Behinderung.

Solange Kinder aber auf ihrem gesamten Bildungsweg nie mit Menschen mit Behinderung in Berührung kommen, nie Fragen stellen, nie gemeinsame positive Erfahrungen machen können, bleiben Angst, Unsicherheit und Distanz die unvermeidlichen Folgen.

Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren!

Seit 2016 setzt hier das MellowYellowTeam mit seinem Pilot-Projekt an, das seit 2018 mit Dance out of Line (DOOL) auch EU weit vernetzt arbeitet.

In nur wenigen Projekttagen bewegen professionelle KünstlerInnen-Teams die Perspektiven von SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern mit erfahrungsgemäß nachhaltiger Wirkung.

Unlängst fragte ein 11-Jähriger in einer Ottakringer Mittelschule seine Klassenlehrerin, ob sie nicht ausnahmsweise heute eine Stunde länger in der Schule bleiben dürfen. Es war einer jener Projekttage, die die KünstlerInnen-Teams von MellowYellow in Wien anbieten.

Diese Teams setzen sich aus erfahrenen PerformerInnen des zeitgenössischen Tanzes zusammen und sind „mixed-abled“, d.h. eine/r der KünstlerInnen hat eine Behinderung.

Fehlende Lehrende = 22,4 Millionen Ausgleichstaxe

Eine Veränderung des Bildungssystems ist seit der Ratifizierung der Menschenrechtskonvention der sog. Behindertenrechtskonvention 2008 explizit gefordert.

Trotz eklatanter Untererfüllung des Behinderteneinstellungsgesetzes im Bildungsbereich sind keinerlei Konsequenzen zu befürchten. Die österreichische schulspezifische Ausgleichstaxe laut BEinstG beträgt ca. 22,4 Millionen.

Die Finanzierung der KünstlerInnen-Teams, die wir in den nächsten Jahren in ganz Österreich aufbauen sollten, wäre somit leicht zu bewerkstelligen. Eine Investition, die sich langfristig vielfach bezahlt machen wird (durch einfacheren Zugang zu höherer Bildung, leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt, etc.)

Pina Bausch erzählte von einem Mädchen, das sie lachend zum gemeinsamen Tanz gerufen hatte: „Tanz, tanz sonst sind wir verloren!“.

Vielleicht sind wir nicht verloren, wir würden jedoch die Chance vergeuden, das Schulsystem durch Kunst sinnvoll zu verändern.

Alphonse Lekanga und Manuel Wagner sind als ein KŸnstlerteam mit den Kindern auf dem Weg zum Speisesaal. Auch das gemeinsame Essen ist ein zentraler Teil im Rahmen der Mel-low Yellow Aktionstage
MAD/Hans Schubert
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14 Kommentare

  • Liebes BIZEPS Team,

    ich möchte gerne meine Meinung zu dem Artikel „Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren!“ abgeben. Doch zu aller erst möchte ich ein großes Lob an den gesamten BIZEPS Verein aussprechen und mich für Ihr Engagement bedanken.

    Das von Ihnen vorgestellte Projekt des „YellowMellowTeam“ und der „Dance out line“ ist eine unglaublich tolle Initiative, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung voranzutreiben, ihnen eine normale Teilnahme an unserer Gesellschaft zu ermöglichen und ihnen zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen. Ich bin auch der Ansicht, dass es sehr wichtig ist, Kindern frühzeitig ein realitätsnahes Weltbild zu vermitteln damit sie ein Feingefühl gegenüber ihren Mitmenschen entwickeln können. Dies kann aber nur durch die Mitarbeit von selbst betroffenen Menschen geschehen.

    Durch den Tanz und die Musik können Kinder den Kontakt zu Personen mit Behinderung finden um dahinter den Menschen mit seinem Schicksal kennenzulernen. Somit wird die Behinderung nicht mehr im Vordergrund stehen, sondern der Mensch. Denn leider ist es in unserer heutigen Zeit so, dass nur auf Fehler geschaut wird. Es muss aufhören, dass der Mensch immer nur auf seine „Schwächen“ reduziert wird. Vielmehr zählt, dass jeder einzelne von uns einzigartig und wertvoll ist und mit seiner Persönlichkeit, seinen Teil im Zusammenleben beiträgt. Jeder sollte bereit sein, seine Chancen zu nutzen um sich weiterzuentwickeln. Und genau das ist der springende Punkt, den ich als pädagogisch besonders beachtenswert finde. Auch wenn man es im Leben nicht immer einfach hat und manches nicht so gut gelingt, sollte man sich trotzdem auf seine Stärken konzentrieren. Man sollte sein Bestes geben und versuchen seine Träume zu verwirklichen, aber dabei immer seinen Mitmenschen respektvoll gegenübertreten.

    Liebe Grüße,
    Tamara W. (Studierende des Kollegs für Sozialpädagogik St. Pölten)

  • Liebes Bizeps-Team!

    „Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren.“ – ein Artikel der zum Nachdenken anregt.

    In meiner Kindheit beziehungsweise Volkschulzeit, haben wir oft verschiedene Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigungen besucht, wofür ich sehr dankbar bin.
    Ich denke, es ist wichtig Kindern so früh wie möglich zu zeigen, dass es völlig normal ist, nicht gleich zu sein und jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise wertvoll ist.

    Wir haben damals Spiele gespielt und Fragen stellen dürfen, die uns interessiert haben, und ich denke, dass das eine sehr wertvolle Erfahrung war.

    Das „DANCE OUT OF THE LINE“ ist ein wundervolles Projekt und hoffentlich eines von vielen in der Zukunft.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Hanna Zalud (1SPK)

  • Sehr geehrtes Bizeps – Team!

    Ich habe den Artikel „Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren!“, mit großem Interesse gelesen und möchte dazu Stellung nehmen.

    Ich habe bereits einige Monate in einer Sonderschule ein Praktikum absolviert und somit Kontakt zu Menschen mit Beeinträchtigung geknüpft. Mich persönlich hat dieses Praktikum sehr berührt und hat auch meine Sichtweise auf das Leben verändert. Keiner sollte Menschen mit Behinderung als „anders“ ansehen, denn jeder von uns ist ein Individuum, egal ob mit Beeinträchtigung oder ohne! Keiner sollte Unsicherheit oder sogar Angst vor Menschen mit Behinderung haben, doch leider ist das bei den meisten Menschen der Fall, da sie selten oder noch überhaupt nicht damit zu tun hatten.

    Daher finde ich das Projekt von dem Mellow Yellow Team großartig. Dieses Projekt sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen und mehr unterstützt werden. Dadurch verlieren viele Kinder und Jugendliche die Unsicherheit gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung und das ist somit auch ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion!

    Vielen Dank für den Artikel und ich hoffe ich höre noch viel von diesem wundervollen Projekt!

    Liebe Grüße,
    Lisa P.

  • Liebes BIZEPS – Team!

    Der Artikel über das MellowYellowTeam und ihr Projekt hat mich persönlich sehr begeistert. Ich finde es bewundernswert, dass sich einige Menschen zusammengeschlossen haben und sich nun für die Bildung in Bezug auf Beeinträchtigungen einsetzen. Gerade bei Kindern erachte ich es als notwendig, sie über diese Themen zu informieren, da sie meist noch nie damit in Berührung kamen und sich deshalb auch noch nicht damit befasst haben. Durch das Projekt DOOL können den Kindern und Jugendlichen Unsicherheiten und Ängste, die möglicherweise auftreten, genommen werden. Sie können gegebenenfalls Vorurteile ablegen und merken wie schön es ist, wenn man einfach gemeinsam Spaß haben kann, ohne auf die Unterschiede zwischen Menschen zu achten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Victoria Röster

  • Sehr geehrtes Bizeps – Team!

    Als ich Ihren Artikel „Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren!“ gelesen habe, musste ich sofort an meine eigene Schulzeit denken. Ich hatte das Glück einen Klassenvorstand zu haben der es uns des Öfteren ermöglicht hat Vormittage mit Menschen mit Beeinträchtigung zu verbringen. Auch wir haben zusammen getanzt, gemalt und vor allem sehr viel gelacht und wundervolle Menschen kennengelernt. Ich bin mir sicher, dass das einer der Gründe dafür war, dass ich es in meiner darauffolgenden Schule nicht als „anders“ wahrgenommen habe, dass meine Lehrerin im Rollstuhl gesessen ist.

    Meiner Meinung nach ist es für Kinder wichtig die Möglichkeit zu haben auch Menschen mit Beeinträchtigung kennen zu lernen. Denn all das was man nicht kennt, kann einen verunsichern. Aus diesem Grund, sollte man Kindern so früh wie Möglich zeigen, dass Menschen mit Beeinträchtigung genau so sind wie du und ich – einzigartig.
    Ich finde, dass das „Dance out of Line“ Projekt eine wahnsinnig tolle Idee ist und bin davon überzeugt, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist und es ganz viele Menschen positiv beeinflussen wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karola P.

  • Sehr geehrtes Bizeps-Team!

    Den Artikel „Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren!“ habe ich gelesen und würde dazu gerne meine Meinung äußern.

    Ich empfinde den Artikel als sehr berührend. Für die Gesellschaft sollte der Umgang mit Menschen mit Behinderung nichts ungewöhnliches oder fremdes sein. Jeder Mensch sollte gleich behandelt und respektiert werden. Menschen mit Behinderung werden heutzutage leider noch oft auf ihre Behinderung reduziert. Um ein Umdenken der Gesellschaft zu bewirken, sollte das Bildungssystem dringend eine Veränderung vornehmen.
    Kinder sollten bereits in der Schule eine „Aufklärung“ zum Thema Inklusion erhalten. Nur so lernen sie, mit der Diversität der Menschen umzugehen. Und können dieses Wissen umsetzen und auch an andere weitergeben.

    Das „Dool-Projekt“, welches die Gruppe „MellowYellowTeam“ in die Wege geleitet hat, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Durch dieses Projekt sehen Kinder und Jugendliche, wie schön es ist gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und sich dem zu widmen. Es spielt keine Rolle, wie unterschiedlich die Menschen sind, jeder sollte gleichwertig behandelt werden.
    Es wäre toll, wenn dieses Projekt wächst und bald mehr solcher Projekte angeboten werden.

    Danke, dass es Menschen gibt die sich dafür einsetzen und engagieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Vanessa S. (1SPK St.Pöten)

  • Liebes Bizeps-Team!

    Wie auch die Autoren dieses Artikels, bin ich absolut davon überzeugt, dass PädagogInnen mit Beeinträchtigung in Schulen aber auch in anderen sozialen Einrichtungen eine große Bereicherung für das alltägliche Miteinander und das Zugehörigkeitsgefühl aller sind. Dennoch sind sie eher selten anzutreffen. Warum ist mit allerdings unklar.
    Wie im Artikel erwähnt, sind Menschen (alle Menschen!) „mixed-abled“ und haben verschiedenste Fähigkeiten, Begabungen aber eben auch Schwächen oder Einschränkungen. Bei Menschen mit Beeinträchtigung werden meist leider erst die Schwächen gesehen und Stärken eher wenig berücksichtigt. Dennoch könnte jemand, der im Rollstuhl sitzt beispielsweise großes musikalisches Talent haben und einen wunderbaren Musikunterricht gestalten.
    Weiteres identifizieren sich Kinder mit ihren Lehrenden und PädagogInnen. Kinder, die vielleicht ebenfalls eine Beeinträchtigung haben erleben diese ebenfalls als kompetente Autoritätspersonen und sehen, wie „normal“ das Leben mit Behinderung auch als Erwachsener sein kann.
    Auch Kinder ohne Beeinträchtigung lernen den richtigen Umgang mit den Menschen, können sich in sie hinein versetzten und akzeptieren sie als Lehrende.
    Das Projekt, das im Artikel erwähnte wurde, finde ich eine tolle Idee, da nicht nur Kinder aktiv mit Beeinträchtigen arbeiten, sondern auch andere LehrerInnen oder DirektorInnen mit ihnen in Kontakt kommen und eventuell auf Grund der positiven Erfahrungen des Projekts in Erwägung ziehen, Beeinträchtigte generell im Kollegium aufzunehmen.
    Vielen Dank für die tollen Anregungen und Ideen.
    Liebe Grüße,
    Christina

  • Sehr geehrtes Bizeps-Team!

    Ich möchte mich bei Ihnen für den außerordentlich interessanten und informativen Artikel „Tanzt, tanz, sonst sind wir verloren!“ bedanken. Ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass die Problematik von Unsicherheit und Distanz bei Kindern und Jugendlichen vor Menschen mit Behinderung wohl darin liegt, dass es viel zu wenig PädagigInnen und Lehrkräfte gibt, die von einer Behinderung betroffen sind. Dazu fehlt den Schülern auch der nötige Kontakt zu Gleichaltrigen, die aufgrund einer Behinderung oft nicht in allgemeine Schulen geschickt werden. Gerade das aber würde die Kontaktfreudigkeit auf beiden Seiten sicher fördern – sowohl bei Schülern, als auch bei behinderten Personen.

    Ich selber kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich zwar im Kindergarten und in der Schule nie PädagogInnen und LehrerInnen mit Behinderung gehabt habe, aber in einer höheren Klasse meiner damaligen Schule ein Mädchen war, das aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht gehen konnte und im Rollstuhl gesessen ist. Wir hatten nie den Mut zu ihr zu gehen und sie anzusprechen; Im Gegensatz dazu konnten wir aber immer beobachten, wie fröhlich und normal die Klassenkameraden dieses Mädchens mit ihr umgegangen sind. Jetzt, Jahre später, verstehe ich diesen „normalen“ Umgang mit dem Mädchen, weil sie, wie jeder Mensch, wertvoll, liebevoll und ganz normal ist! Früher habe ich es leider noch nicht verstanden – es war auch niemand da, der meine Fragen beantwortet oder gewisse Unsicherheiten beseitigt hätte.

    Deshalb finde ich das Projekt des „MellowYellowTeams“ und „Dance out of Line“ phänomenal, weil es, meiner Meinung nach, viele Brücken zwischen Schülern und Menschen mit Behinderung bauen kann. Dadurch werden Kommunikationshindernisse und Ängste, die eben bei Kindern und Jugendlichen vor Personen mit Behinderung leider oft entstehen, beseitigt und sicher schöne und bleibende Freundschaften geknüpft.
    Daneben finde ich es hervorragend, die Musik als Verbindungsmittel zu verwenden, da Musik ja für die meisten – wenn nicht für alle Menschen – eine Bedeutung im Leben hat.

    Somit können menschliche Grenzen durchbrochen und Erfahrungen gewonnen werden, die nicht nur dem Einzelnen von großem Nutzen, sondern auch für die Gesellschaft wertvoll sind. Denn auf diese Weise können Möglichkeiten geschaffen werden, Strukturen im Bildungssystem nachhaltig zu verändern und mit der Unterstützung des geschilderten Projektes wird jeder von uns ein Teil dieser Gesellschaft, die danach strebt, ohne Vorurteile, sondern mit Wertschätzung und Freude die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Angriff zu nehmen.

    Vielen Dank für Ihr Engagement!
    V. Greger (Studierende des Kollegs für Sozialpädadgogik, St. Pölten)

  • Sehr geehrtes Bizeps – Team!

    Im Rahmen eines Auftrags im Unterrichtsgegenstand Inklusiv Pädagogik, habe ich mich mit Ihrem Artikel „Tanzt, Tanzt sonst sind wir verloren!“ auseinandergesetzt und möchte dazu nun gerne Stellung nehmen.

    Bevor ich in die BASOP St. Pölten kam, habe ich mich eigentlich kaum mit dem Thema Behindertenpolitik und Inklusion auseinander gesetzt. Das liegt womöglich daran, dass es mich selbst und auch die Menschen in meinem engeren Umfeld nicht betrifft. Doch so darf das nicht sein! Es ist so wichtig die Menschen über Inklusion und der Bewältigung des Alltags mit dieser Diagnose aufzuklären! Uns alle betrifft dieses Thema, weil diese Menschen genau so ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft sind, wie alle anderen auch.
    Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass man da bereits im jungen Alter mit der „Aufklärung“ beginnt. Wenn wir es schaffen, dass bereits die Kinder über Menschen mit Behinderung und deren Beschwerden im Alltag bescheid wissen, dann ist Inklusion gelungen und dann wird es längerfristig über die nächsten Generationen hinweg (hoffentlich) kein Thema mehr sein.

    DOOL ist ein wundervolles Projekt und ein guter Schritt in die richtige Richtung. Menschen mit Behinderung dürfen im 21. Jahrhundert nicht mehr ausgegrenzt werden! Ihnen soll es genau so möglich sein, mit Gleichaltrigen zu spielen, Schulbildung zu erfahren und einfach Kind sein zu dürfen.
    Ich hoffe, dass sich in den nächsten Jahren noch sehr viel zum Thema Inklusion bewegt, und ich selbst werde mein Bestes dafür tun, meine Mitmenschen aber auch später meine eigenen Kinder zu einem respektvollen Umgang mit diesen Menschen zu erziehen und ihnen beizubringen, keinen Unterschied zwischen ihnen und den Betroffenen zu machen.

    Danke für diesen Artikel.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sarah W. (1SPK, Basop St.Pölten)

  • Liebes Bizeps Team,

    da mich Ihr Artikel „Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren“ persönlich sehr berührt hat, möchte ich dazu gerne Stellung nehmen.

    Ich find es sehr beklagenswert, dass das Thema Behinderung in der heutigen Zeit immer noch zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft gehört. Besonders erschreckend finde ich, dass den Kindern der Kontakt mit beeinträchtigen Gleichaltrigen verwehrt wird, indem man sie in gesonderte Gruppen teilt und somit eine gewisse Grenze schafft. Nicht nur der Kontakt mit Gleichaltrigen sondern auch der Kontakt mit beeinträchtigen Lehrkörpern ist in den meisten Schulen nicht gewehrt.

    Projekte wie zum Beispiel „Yellow Mellow“ finde ich persönlich sehr fördernd. Nicht nur dass der Kontakt zu Gleichaltrigen mit Behinderung besteht, wird den Kindern und Jugendlichen der Umgang und das Verstehen vom „Anderssein“ spielerisch beigebracht. Mit Hilfe von Tänzen und musikalischen Stücken lernen Kinder und Jugendliche gemeinsam zu agieren und lernen zugleich, dass es normal ist „anders zu sein“.

    Ich finde es sehr gut, dass es Freizeitprojekte gibt, welche den Kontakt zwischen den Kindern und Jugendlichen fördert. Trotzdem bin ich der Meinung, dass solche Projekte auch in Schulen mehr einfließen sollten, um den Kindern von der Volksschule an den Kontakt mit Personen Behinderung nahe zu bringen.

  • Liebes Bizeps-Team,

    mich hat Ihr Artikel „Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren!“ zum Thema inklusive Schulpolitik sehr berührt und aufgezeigt, was alles möglich gemacht werden kann, wenn der Wille besteht etwas zu verändern und nachhaltig zu gestalten.

    Gerade in der Schule ist es unverweigerlich und wichtig, Kinder mit dem Thema Diversität zu konfrontieren und aufzuzeigen, dass „Anderssein“ ganz normal ist.
    Das inklusive Schulprojekt „MellowYellow“ bringt Kinder aktiv dazu sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und zeigt ihnen, dass es beim Tanzen keinen großen Unterschied macht, ob man im Rollstuhl sitzt oder nicht. SchülerInnen bekommen ein Gefühl dafür, dass Menschen mit Behinderungen ebenso ihre Träume und Hobbies ausleben können.
    Lernen funktioniert am besten spielerisch und mit Spaß und dieses Projekt ist das beste Beispiel dafür.

    Ich wünsche mir jedoch, dass solche Projekte mehr in den Unterricht bzw. in die Bildung einfließen und so selbstverständlich werden, wie Musikunterricht. Ein wichtiger Schritt wäre meiner Meinung nach ebenso die Einführung des verpflichtenden Ethikunterrichts ab Beginn der Grundschule, da ich aus persönlicher Erfahrung sagen möchte, im Ethikunterricht mehr nachhaltige Themen behandelt zu haben, als in sonst einem Unterrichtsfach – auch das Thema Menschen mit Behinderungen betreffend. Außerdem bedarf die Einbindung von Lehrkörpern mit Behinderung ein großes Umdenken und Aufholbedarf.

    Ich freue mich darauf weitere spannende Artikel auf Ihrer Plattform lesen zu dürfen.

    Liebe Grüße,
    Tina Pils, Studierende des Kollegs für Sozialpädagogik

  • Liebes BIZEPS Team!

    Wir, Studierende des Kollegs für Sozialpädagogik, haben im Zuge unserer Ausbildung Ihren Artikel “ Tanzt,tanzt sonst sind wir verloren“ mit großem Interesse gelesen. Der Artikel hat uns sehr bewegt, da wir der Meinung sind, dass über das Thema Behinderung zu wenig Aufklärung stattfindet. Umso mehr begeistert uns das Projekt des MellowYellow Teams, womit Kindern und Jugendlichen ein positiver Zugang zum Thema Menschem mit Behinderung geboten wird. SchülerInnen wird aufgezeigt, dass der Mensch und nicht die Beeinträchtigung im Vordergrund steht und durch Gemeinschaft nichts unmöglich ist.
    Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit!

    Liebe Grüße

    Hannah, Natascha, Sabine, Elisabeth,Anna

  • ….und auch weg mit den Sonderschulen!

  • Bin sicher den Kindern macht so ein Schultag, so eine Schulwoche sehr viel Freude und lernen funktioniert über Freude