16. Woche 2026 – Ungewöhnliches Wegweiserschild zu öffentlichen Toiletten
Dieser Wegweiser zu öffentlichen Toiletten wurde in Malta gesichtet. Vielen Dank unserer Leserin Elisabeth Chlebecek für dieses Foto!
Mosaiksteine über das Zusammenleben von nichtbehinderten und behinderten Menschen.
Nächstes Jahr
Dieses Jahr habe ich mich oft geärgert über Befremden und Abwertungen von nichtbehinderten Menschen. Ich war traurig, wenn Unsicherheiten die Folge hatten, dass Nichtbehinderte Kontakte vermieden oder wenn bauliche Barrieren getrennte Lebenswelten gefördert haben.
Ich habe mich geärgert, wenn negative Behindertenbilder dazu führten, dass andere mich und meine Fähigkeiten nicht unverzerrt gesehen haben. Oder wenn neue Gebäude trotz aller Vorschriften nicht barrierefrei nutzbar waren.
Aber ich habe mich auch oft gefreut, wenn mir jemand ins Gesicht geguckt und einen Menschen und nicht eine Behinderung gesehen hat.
Dies Jahr habe ich mich oft gefreut, dass ich mich hierzulande politisch äußern kann, ohne mit Gefängnis oder Drangsalierung durch den Staat zu rechnen. Ich habe es genossen, im Internet so unterschiedliche Meinungen und Informationen weitgehend unzensiert lesen und selbst schreiben zu können. Man muss nur den Hintern hoch kriegen!
Ich habe mich oft gefreut, ohne Ehemann oder Eltern in meiner eigenen Wohnung leben und über Nacht Damenbesuch haben zu können. Und keine Angst zu haben, eine Liebste auf der Straße zu küssen.
Nächstes Jahr wird noch besser! Ich freu‘ mich schon!
P.S.: Ich weiß, dass die UN-Menschenrechtskonvention nicht ab nächstem oder übernächstem Jahr plötzlich umgesetzt sein wird. Aber man soll die Hoffnung und das Maul-Aufreißen nicht aufgeben!
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Dieser Wegweiser zu öffentlichen Toiletten wurde in Malta gesichtet. Vielen Dank unserer Leserin Elisabeth Chlebecek für dieses Foto!