Tirol: Die Doppelstrategie Platter – Lintner

ÖVP und Grüne haben als Arbeitsübereinkommen festgelegt, neben dem Zillertal die Modellregion Innsbruck für die „gemeinsame Schule“ ehebaldigst zu ermöglichen.

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Eine „gemeinsame Schule“ ohne Kinder mit Behinderung ist natürlich keine „gemeinsame Schule“ und wie die KollegInnen aus Südtirol gerne bestätigen hat die dortige Abschaffung der Sonderschulen zum größten je dagewesenen Innovationsschub im Schulbereich geführt …

Gleichzeitig spricht das Arbeitsübereinkommen von der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (also vom Ende der Sonderbeschulung). Dies wird allerdings gleich wieder „relativiert“, weil man Sonderschulen (die nun Förderschulen heißen sollen) von den Verbesserungen ausnimmt… wie dieser krasse Widerspruch gehen soll, weiß eigentlich niemand.

Da zeigt sich auch das aktuelle Dilemma der Tiroler „Bildungspolitik“. Während die Bildungslandesrätin und der Landeshauptmann als Landesschulratspräsident eher fortschrittliche Töne anschlagen, wird vom amtsführenden Landesschulratspräsidenten in die gegenteilige Richtung gearbeitet. Ein Schelm, wer da böses denkt 😉

Schon in der vergangenen Legislaturperiode scheiterte LH Platter an seinem schulischen Stellvertreter Hans Lintner, der alle Fortschrittsbemühungen erfolgreich boykottierte.

Es wird sich also in den kommenden Tagen zeigen, ob LH Günther Platter und LR Beate Palfrader ihre medialen Ankündigungen und die Regierungsvereinbarung ernst meinen, oder ob die Doppelstrategie der letzten Jahre weiter aufrecht bleibt. Wenn Lintner im Amt bleibt und weiterhin den Landeshauptmann als Landesschulratspräsident vertritt, dann bleiben Platters und Palfraders Aussagen wohl weiterhin nur Placebos und leere Ankündigungen für die Presse.

Bildungspolitik darf nicht „Scheinpolitik“ für die Presse sein, sondern muss bei den Kindern ankommen! Es kann nicht sein, dass LH Platter und LR Palfrader von Fortschritten und einer gemeinsamen Schule reden, und Platters Stellvertreter mit Hilfe von LSI Federspiel das Gegenteil praktiziert. Das ist nicht glaubwürdig und ein Spiel auf Kosten aller Kinder in Tirol.

Wer wirklich Fortschritte will, muss an Inhalten und positiven Veränderungen arbeiten. Eine Zusammenarbeit vom Land mit der Stadt Innsbruck ist da unumgänglich. Hans Lintner ist bisher keine Kooperation und keine positive Veränderung (weder mit Innsbruck, noch mit dem Bund) zum Wohle der Kinder gelungen. Die Modellregion Innsbruck darf nicht nur auf Papier festgeschrieben werden, sondern muss aktiv unterstützt und gelebt werden. Wenn Hans Lintner als Stellvertreter Platters im Amt bleibt, werden Platters Ansagen auch künftig nur billige Ankündigungen ohne Realitätsbezug bleiben… das wäre sehr schade für Tirols Kinder…

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