Treffen mit der bulgarischen Botschafterin

Im Rahmen der Aktion «aus den Augen - aus dem Sinn?» wurde von amnesty international mit der bulgarischen Botschafterin Elena Kirtcheva vereinbart um die menschenunwürdigen Zustände in bulgarischen Behindertenheimen aufzuzeigen.

Treffen mit bulgarischen Botschafterin
amnesty international

Im Rahmen der Aktion wurden Petitionsunterschriften gesammelt, die der bulgarischen Botschafterin Elena Kirtcheva beim einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern von amnesty international und der Lebenshilfe Wien übergeben werden sollten. Am 7. April 2003 erhielt eine 4-köpfige bestehend aus Angelika Gerstacker und Clemens Czurda von amnesty international sowie Rosa Prinz und Robert Jüttner von der Lebenshilfe Wien einen Termin bei der bulgarischen Botschafterin. (Bericht)

«Die Botschafterin nahm die Anliegen von amnesty international und der Lebenshilfe Wien sehr ernst, sie gab offen zu, dass im Bereich der Behindertenbetreuung in Bulgarien schwere Defizite vorhanden sind.» schildert Clemens Czurda seine Eindrücke. Die Botschafterin informierte die Delegation u.a. vom Plan der bulgarischen Regierung, bis Ende Juni 2003 neue «Psychiatriestandards» einzuführen, die die Lage der Psychiatrie-Patienten wesentlich verbessern sollen. Weiters kündigte sie an, dass die Finanzierung der Heime und die von amnesty international scharf kritisierten Zwangseinweisungen schon in Kürze neu geregelt werden sollen.

Möglicherweise könnte es im Rahmen des auf Regierungsebene geplanten «Sozialabkommens» zwischen Bulgarien und Österreich auch zu einem fruchtbaren Austausch von Know-how im Behinderten-Betreuungsbereich kommen, hofft die Botschafterin. Für Rosa Prinz – Mitarbeiterin der Lebenshilfe Wien – ist es wichtig, «dass nicht neue Personen in die Heime eingeliefert werden». Es müssen flächendeckend Tagesbetreuungseinrichtungen für behinderte Kinder und Erwachsene geschaffen werden, fordert Prinz und hofft, dass «kleine Wohneinrichtungen, wie sie in Österreich derzeit Standard sind, geschaffen werden».

«Mir geht es in Österreich sehr gut und ich wünsche mir, dass es den behinderten Menschen in Bulgarien auch gut gehen möge», hob Robert Jüttner (Selbstvertreter bei der Lebenshilfe Wien) bei der Übergabe der 4.500 Petitionsunterschriften an die Botschafterin hervor.

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