Uber muss wegen Diskriminierung behinderter Kund:innen Entschädigung zahlen
Am 18. Juli 2022 haben sich das US-Justizministerium und der Fahrdienst-Vermittler Uber Technologies Inc. (Uber) in einem Rechtsstreit auf einen …
Die US-Regierung verklagt den Fahrdienstvermittler Uber, weil dieser immer wieder Fahrgäste mit Behinderungen diskriminiert.
Uber steht schon länger wegen seines problematischen Verhaltens gegenüber Menschen mit Behinderungen in der Kritik.
So klagte 2016 eine Behindertenorganisation aus Chicago das Unternehmen, weil es in Chicago keine rollstuhlgerechten Uber-Fahrzeuge gab. Deshalb wurden in 4 Jahren nur 14 Fahrten mit Elektrorollstühlen durchgeführt.
Im Jahr 2021 musste Uber 1,1 Millionen Dollar zahlen, da ein Fahrer sich geweigert hatte, einen Assistenzhund mitzunehmen.
Erneute Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe folgten 2022, da von Kund:innen ein Aufpreis verlangt wurde, wenn diese zum Einsteigen länger Zeit benötigten.
Auch im Jahr 2025 bleibt die wiederholte Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen durch Uber ein Problem.
Wie vom STANDARD berichtet, verklagt nun sogar die US-Regierung das Unternehmen. Die wiederholte Diskriminierung von Fahrgästen mit Behinderungen verstoße gegen das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. In der Klage, die beim Bundesgericht in San Francisco eingereicht wurde, erklärt das US-Justizministerium, dass Uber-Fahrer:innen sich regelmäßig weigern würden, Fahrgäste mit Behinderungen zu befördern. Dazu gehörten Menschen, die etwa mit Assistenzhunden oder faltbaren Rollstühlen unterwegs sind.

„Das diskriminierende Verhalten von Uber hat Personen mit Behinderungen erheblichen wirtschaftlichen, emotionalen und physischen Schaden zugefügt“, so das Justizministerium.
Im STANDARD werden weitere Fälle von Diskriminierung genannt, bei denen Fahrgästen mit Behinderungen der Transport verweigert wurde.
Uber erklärte in einer Stellungnahme im Guardian, dass das Unternehmen den Vorwürfen widerspreche und sich dafür engagiere, den Zugang für Fahrgäste mit Behinderungen zu erweitern und deren Fahrerlebnis zu verbessern.
Uber erklärte außerdem, dass Fahrgäste, die Blindenführhunde nutzen oder andere Hilfe benötigen, „ein sicheres, respektvolles und einladendes Fahrerlebnis mit Uber verdienen. „Wir verfolgen eine klare Null-Toleranz-Politik gegenüber bestätigten Verweigerungen von Dienstleistungen.“
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Ludwig Breichner ,
10.11.2025, 10:39Wie vehält sie Uber in Europa und Österreich gegenüber Menschen mit Behinderung? Welche Erfahrungen gibt es da?