Umfrage: Behinderte erhalten zu wenig soziale Unterstützung

Einer im November 1995 durchgeführten Umfrage ist zu entnehmen, daß 53 % der Österreicher denken, behinderte Menschen erhalten zu wenig soziale Unterstützung, nur 2 % sagen zu viel.

Damit liegen behinderte Menschen an der Spitze aller abgefragten Personengruppen gefolgt von alleinerziehenden Müttern, kinderreichen Familien und Penionisten. Allerdings sind auch 46 % der Befragten der Ansicht, Arbeitslose erhielten zu viel Unterstützung und nur 7 % sagen zu wenig.

So unerfreulich und ungerecht die Ergebnisse dieser Umfrage für Arbeitslose sind, so positiv ist das Ergebnis für behinderte Menschen. Es ist eine deutliche Absage an alle jene, die da der Meinung sind, Leistungen für behinderte Menschen können ruhig gekürzt werden und dies dann auch noch als sozial verträglich bezeichnen. Geäußert etwa von SpitzenpolitikerInnen der Regierungsparteien im Zusammenhang mit dem Pflegegeld oder wie dies bei den Stundensätzen der sozialen Dienste oder bei Leistungen der Krankenkassen geschehen ist.

Um es ganz deutlich zu sagen: Diese Umfrage ist ein Auftrag an die Verantwortlichen, keinen Sozialabbau zu lasten von behinderten Menschen zuzulassen. Und sie ist eine wichtige Hilfe für uns, wenn wir um unsere Rechte kämpfen müssen.

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