UN-Generalversammlung fordert inklusive Entwicklungszusammenarbeit

Millenniumsentwicklungsziele müssen behinderte Menschen erreichen

Zwei Kinder und Rupert Roniger
Licht für die Welt

Die UN-Generalversammlung hat gestern die Resolution ‚Realizing the Millennium Development Goals for persons with disabilities towards 2015 and beyond‘ verabschiedet. Darin bekennt sich die Internationale Staatengemeinschaft zur Notwendigkeit, Menschen mit Behinderungen in alle Entwicklungsprogramme zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) einzubeziehen.

Dieses Bekenntnis ist enorm wichtig, denn jeder fünfte in absoluter Armut lebende Mensch ist behindert. Ein Drittel der 72 Millionen Kinder ohne Zugang zu Grundschulbildung sind Kinder mit Behinderungen. Schon der MDG-Gipfel im September hatte eine verstärkte Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen eingefordert.

Rupert Roniger, Geschäftsführer von ‚Licht für die Welt‘: „Die gleichberechtigte Partizipation und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsprogrammen ist Voraussetzung, um einen Weg aus absoluter Armut zu finden. Die UN-Resolution ist ein wichtiger Meilenstein in diese Richtung.“

Konkret fordert die Resolution die UN-Mitgliedsstaaten dazu auf, alle Programme zur Erreichung der MDGs für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Eine barrierefreie Entwicklungszusammenarbeit soll sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen nicht länger ausgeschlossen und an den Rand gedrängt werden.

„Österreich hat diese UN-Resolution unterstützt und mitbeschlossen. Nun gilt es, alle Programme der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit Behinderungen zu öffnen“, appelliert Rupert Roniger an Bundesminister Michael Spindelegger. „Österreich muss den Zusagen auf internationaler Ebene auch konkrete Taten folgen lassen. Die Rücknahme der Budgetkürzungen wäre ein erster positiver Schritt.“

Die geplanten Streichungen bei konkreten Entwicklungshilfe-Programmen für Bildung, Gesundheit und Menschenrechte lassen befürchten, dass Menschen mit Behinderungen wieder auf der Strecke bleiben.

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